Bewertung:

Sons and Lovers von D.H. Lawrence ist ein halbautobiografischer Roman, der die intensiven und komplizierten Beziehungen zwischen einer Mutter und ihrem Sohn Paul Morel vor dem Hintergrund des Arbeiterlebens im England des frühen 20. Die Erzählung befasst sich mit Themen wie Liebe, Pflicht und emotionale Abhängigkeit, wobei der Ödipuskomplex besonders hervorgehoben wird. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, und die lebhaften Beschreibungen der englischen Landschaft tragen zur Gesamtatmosphäre der Geschichte bei.
Vorteile:⬤ Reichhaltige Charakterentwicklung und emotionale Tiefe, die den Leser die Kämpfe der Figuren nachempfinden lässt.
⬤ Wunderschöne Beschreibung der englischen Landschaft, die das Leseerlebnis steigert.
⬤ Komplexe Themen wie der Ödipuskomplex und die Dynamik dysfunktionaler Familien werden aufgegriffen.
⬤ Lawrence' Schreibstil wird für seine lyrische Qualität und die suggestive Bildsprache gelobt, die die Erzählung fesselnd macht.
⬤ Das Tempo des Romans kann langsam sein, manche Leser finden ihn zu langatmig oder ausschweifend.
⬤ Der Roman konzentriert sich stark auf intensive emotionale Kämpfe, die vielleicht nicht bei allen Lesern Anklang finden.
⬤ Die Beziehungen, insbesondere die Mutter-Sohn-Dynamik, können als beunruhigend oder übermäßig melodramatisch empfunden werden.
⬤ Einige Ausgaben enthalten umfangreiche Bearbeitungen, die Teile des Originaltextes auslassen, was bei Puristen zu Unzufriedenheit führt.
(basierend auf 365 Leserbewertungen)
Sons and Lovers
Söhne und Liebhaber ist ein 1913 erschienener Roman des englischen Schriftstellers D. H.
Lawrence. Er zeichnet die emotionalen Konflikte des Protagonisten Paul Morel und seine erdrückenden Beziehungen zu einer anspruchsvollen Mutter und zwei sehr unterschiedlichen Liebhabern nach, die einen komplexen Einfluss auf die Entwicklung seiner Männlichkeit ausüben. Der Roman wurde ursprünglich von Gerald Duckworth and Company Ltd.
in London und Mitchell Kennerley Publishers in New York veröffentlicht. Während der Roman anfangs von der Kritik nur lauwarm aufgenommen wurde und mit dem Vorwurf der Obszönität behaftet war, wird er heute von vielen Kritikern als Meisterwerk angesehen und gilt oft als Lawrences beste Leistung.
Es erzählt uns mehr über Lawrence' Leben und seine Phasen, denn seine erste war der Verlust seiner Mutter im Jahr 1910, zu der er eine besondere Beziehung hatte. In dieser Zeit lernte er Frieda Richthofen kennen, und um diese Zeit herum begann er mit der Konzeption seiner beiden anderen großen Romane, Der Regenbogen und Verliebte Frauen, die eine stärkere sexuelle Betonung und Reife aufweisen.
(wikipedia.org)