Bewertung:

Das Buch ist eine gut recherchierte und fesselnde Erzählung über Prinzessin Sophia Duleep Singh, die ihre Rolle in der Suffragettenbewegung und ihre Verbindung zur Geschichte Indiens unter britischer Herrschaft hervorhebt. Während viele Leserinnen und Leser die Erzählung fesselnd und lehrreich fanden, empfanden einige sie als zu detailliert oder zu wortreich, so dass es schwierig war, sich in Sophia selbst hineinzuversetzen.
Vorteile:Das Buch ist wunderschön geschrieben, gründlich recherchiert und bietet eine faszinierende und historisch reichhaltige Erzählung. Die Leserinnen und Leser schätzen die Erzählweise von Anand, die komplexe historische Themen zugänglich und fesselnd macht. Das Buch ist ein Muss für alle, die sich für Frauenrechte, Kolonialgeschichte und die indische Kultur interessieren.
Nachteile:Einige Leser empfanden das Buch als zu wortreich und waren der Meinung, dass die Erzählung manchmal durcheinandergeraten sei und der Fokus auf Sophia verloren gegangen sei. In einigen Rezensionen wurde erwähnt, dass die Aufmerksamkeit für andere Figuren von der Geschichte der Protagonistin ablenkte und es dadurch schwieriger wurde, sich mit ihr zu identifizieren. Außerdem wurden die Tiefe der Charaktererforschung und einige historische Freiheiten, die sich die Autorin genommen hat, kritisiert.
(basierend auf 156 Leserbewertungen)
Sophia - Princess, Suffragette, Revolutionary
1876 wurde Sophia Duleep Singh in eine königliche Familie geboren. Ihr Vater, Maharadscha Duleep Singh, war Erbe des Königreichs der Sikhs - eines Reichs, das sich vom üppigen Kaschmirtal bis zu den zerklüfteten Ausläufern des Khyber-Passes erstreckte und die mächtigen Städte Lahore und Peshawar umfasste. Dieses Gebiet war für die Briten unwiderstehlich, und sie plünderten es aus, einschließlich des sagenumwobenen Koh-I-Noor-Diamanten.
Der nach England verbannte Maharadscha verwandelte sein Anwesen in Elveden in Suffolk in einen Moghul-Palast mit Leoparden, Affen und exotischen Vögeln. Sophia, die Patentochter von Königin Victoria, wurde als vornehme, aristokratische Engländerin erzogen: Sie wurde bei Hofe vorgestellt, im Hampton Court Palace untergebracht und mit der neuesten Mode fotografiert. Doch als sie in heimlicher Missachtung der britischen Regierung nach Indien reiste, kehrte sie als Revolutionärin zurück.
Sophia widmete sich dem Kampf gegen Ungerechtigkeit und Ungleichheit: Sie engagierte sich für die Unabhängigkeit Indiens, das Schicksal der Lascars, das Wohlergehen der indischen Soldaten im Ersten Weltkrieg - und vor allem für das Frauenwahlrecht. Sie war mutig und furchtlos, griff Politiker an und tauschte ihre Seide gegen die Uniform einer Krankenschwester, um verwundete Soldaten zu pflegen. Diese akribisch recherchierte und leidenschaftlich geschriebene Geschichte über den Aufstieg der Frauen und den Untergang eines Reiches stellt eine außergewöhnliche Persönlichkeit und ihre Rolle in den entscheidenden Momenten der jüngsten britischen und indischen Geschichte vor.