Sozialer Formalismus: Der Roman in der Theorie von Henry James bis zur Gegenwart

Bewertung:   (5,0 von 5)

Sozialer Formalismus: Der Roman in der Theorie von Henry James bis zur Gegenwart (J. Hale Dorothy)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch ist schön geschrieben und gut gegliedert und bietet eine gut recherchierte Geschichte der Romantheorie mit Schwerpunkt auf Figuren wie Henry James und Michail Bachtin. Es ist fesselnd und erhellend und bietet eine lohnende Erfahrung für Leser, die bereit sind, Mühe in das Verständnis zu investieren.

Vorteile:

Wunderschön geschrieben, gut gegliedert, fesselnd und erhellend, gut recherchierte Geschichte der Romantheorie, bedeutende Behandlung wichtiger Theoretiker, lesbarer Stil, zum Nachdenken anregend.

Nachteile:

Kann für Personen mit begrenztem literaturtheoretischem Hintergrund schwierig zu verstehen sein, erfordert möglicherweise erhebliche Anstrengungen und Konzentration, um es vollständig zu verstehen.

(basierend auf 2 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Social Formalism: The Novel in Theory from Henry James to the Present

Inhalt des Buches:

In den letzten Jahrzehnten hat die Literaturkritik die Romantheorie dafür gelobt, dass sie ihre formalistischen Wurzeln aufgegeben und den Roman als Vehikel für den gesellschaftlichen Diskurs definiert hat.

Die alte Schule der Romantheorie wurde lange Zeit mit Henry James in Verbindung gebracht; die neue Schule verbündet sich mit dem russischen Theoretiker Michail Bachtin. In diesem Buch argumentiert der Autor, dass es eigentlich die Kompatibilität von Bachtin mit James war, die angloamerikanische Theoretiker dazu veranlasste, Bachtin mit solcher Begeisterung zu umarmen.

Mit anderen Worten: Die neueren Romantheoretiker haben James' grundlegende Neubestimmung des Romans als Gattung, die Identität nicht nur durch ihren Inhalt repräsentiert, sondern sie durch ihre Form tatsächlich verkörpert, keineswegs abgelehnt, sondern lediglich verfeinert. Social Formalism zeigt, dass James' theoretische Annahmen von seinen Schriften und denen seines Schülers Percy Lubbock über die Kritik der James'schen Theorie durch Roland Barthes, Wayne Booth und Grard Genette bis hin zur aktuellen angloamerikanischen Aneignung von Bachtin fortbestehen. Außerdem wird die Ausbreitung von James' Einfluss, vermittelt durch Bachtin, auf die Kultur- und Literaturtheorie nachgezeichnet.

Es wird gezeigt, dass der James'sche Sozialformalismus dazu beiträgt, die weithin einflussreichen Theorien über die Identität von Minderheiten zu bestimmen, die von so wichtigen Kulturkritikern wie Barbara Johnson und Henry Louis Gates vertreten werden. Der Sozialformalismus erklärt somit, warum eine Tradition, die damit begann, den Wert des Romans als formale Instanz der Identität zu definieren, damit endet, die politische Ermächtigung von Minderheiten als ästhetisierte Selbstdarstellung zu definieren.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780804733564
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:1998
Seitenzahl:264

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