Bewertung:

Play Ball!: Doughboys and Baseball during the Great War erforscht die bedeutende Rolle des Baseballs unter den amerikanischen Soldaten während des Ersten Weltkriegs. Die Autoren schildern anhand umfangreicher Recherchen anschaulich, wie der Sport inmitten des Kriegschaos sowohl für Abwechslung als auch für ein Gefühl der Normalität sorgte. Das Buch enthält historische Zusammenhänge, persönliche Anekdoten und eine Vielzahl von Bildmaterial, was es zu einer wertvollen Quelle für alle macht, die sich sowohl für Baseball als auch für Militärgeschichte interessieren.
Vorteile:⬤ Gründliche Recherche mit historischen Fotos, Zeitungsartikeln und persönlichen Berichten.
⬤ Fesselnde Erzählungen, die Baseball mit den Erfahrungen der Soldaten im Ersten Weltkrieg verbinden.
⬤ Einbeziehung verschiedener Erzählungen, z. B. von Frauenteams und Spielen ohne Rassentrennung.
⬤ Leicht zu lesender Schreibstil, der das Bildmaterial ergänzt.
⬤ Gut dokumentiert mit Fußnoten, Bibliographie und Index zum Nachschlagen.
⬤ Die Erzählung kann pedantisch werden und sich zu sehr auf Statistiken konzentrieren, was von den persönlichen Geschichten ablenkt.
⬤ Einige Leser finden vielleicht, dass die statistische Tiefe die Erzählung verlangsamt.
⬤ In einigen Rezensionen wurde der Wunsch geäußert, dass der Schwerpunkt mehr auf einzelnen Persönlichkeiten und Geschichten als auf Aufzeichnungen liegen sollte.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Play Ball!: Doughboys and Baseball During the Great War
Baseball ist das amerikanischste aller Spiele. Kein anderer sportlicher Wettkampf spiegelt so sehr die amerikanische Psyche und Kultur wider.
Seine Einzigartigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass ein Teil des Spiels klar definiert und seit Beginn des Spiels unverändert ist, während ein anderer Teil des Spiels schwankt und sich ständig verändert. Und wenn Baseball das wahrhaftigste amerikanische Spiel ist, dann waren die Doughboys des Ersten Weltkriegs seine treuesten Verfechter. Bis 1918 gab es über vier Millionen von ihnen: zwei Millionen kämpften in Frankreich in der Meuse-Argonne-Offensive und weitere zwei Millionen warteten in Trainingslagern in den USA darauf, dass sie an die Westfront ziehen durften.
Sie spielten überall dort, wo sie genug Platz fanden, um einen Ball zu werfen, und brachten das Spiel mit an die Front und dann in die deutsche Besatzungszone. An ihrem Militärdienst, im Kampf und auf dem Baseballfeld, nahmen eine Reihe berühmter Profiballspieler, Manager, Rechtsanwälte, Politiker und sogar ein Schiedsrichter teil.