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Toys and Reasons: Stages in the Ritualization of Experience
Erickson postuliert, dass eine Raum-Zeit-Orientierung, die durch eine tragfähige Weltanschauung bereitgestellt wird, die innere Arbeit der individuellen Psyche ergänzt und auf ihre vielfältigen Funktionen abgestimmt ist. In einem zentralen Kapitel stellt der Autor eine Verbindung zwischen der Phylogenese und der Ontogenese von Weltanschauungen her, indem er die Stadien der Ritualisierung des Alltagslebens beschreibt, d.
h. das Zusammenspiel von Bräuchen (einschließlich des Sprachgebrauchs), die von der Geburt bis zum Tod die "Logik" der in einer Gesellschaft vorherrschenden oder konkurrierenden Visionen vermitteln und bestätigen.
Er betont die spielerische und doch zwingende Kraft lebensfähiger Ritualisierung, um individuelles Wachstum mit der Aufrechterhaltung lebenswichtiger Institutionen zu verbinden; aber er veranschaulicht auch die verhängnisvolle Tendenz des menschlichen Zusammenspiels, sich in Selbsttäuschung und Kollusion zu verwandeln, der Ritualisierung, zu tödlichem Ritualismus zu werden - und der Visionen, in Albträumen der Entfremdung und Zerstreuung zu enden. Erickson plädiert dafür, interdisziplinäre Erkenntnisse zu bündeln, um die bewussten und unbewussten Motivationen zu klären, die für oder gegen die universellere und einsichtsvollere Weltsicht arbeiten, die in einem technologischen Zeitalter unerlässlich ist.