Bewertung:

Das Buch „Spider“ von Patrick McGrath ist eine komplexe und eindringliche Erkundung eines psychisch kranken Erzählers, Dennis Cleg, der mit seiner Vergangenheit und der Realität zu kämpfen hat. Das Buch zeichnet sich durch reichhaltige Beschreibungen und ein tiefes Eintauchen in die Psyche des Protagonisten aus, hat aber eine langsam voranschreitende Handlung, die manche Leser als Herausforderung empfinden. Die Atmosphäre ist durchweg dunkel und düster und spiegelt die gestörte Psyche des Erzählers wider. Während viele Leser den atmosphärischen Schreibstil und die psychologischen Einblicke zu schätzen wissen, finden andere das Buch langweilig und handlungsarm.
Vorteile:⬤ Gut entwickelte Atmosphäre und reiche, lebendige Beschreibungen
⬤ tiefe psychologische Erforschung von Geisteskrankheiten
⬤ fesselnde und introspektive Erzählung
⬤ lohnend für Leser, die Gothic und psychologischen Horror schätzen.
⬤ Langsame Handlung mit wenig Action
⬤ kann dicht und eintönig im Schreibstil sein
⬤ könnte aufgrund der Zeitsprünge schwer zu folgen sein
⬤ einige Leser fanden es langweilig oder schwierig, in das Buch einzusteigen.
(basierend auf 41 Leserbewertungen)
Spider
Spider ist abgemagert, fadenscheinig, entnervt von allem, von seiner Vermieterin bis zum Gasgeruch.
Er erzählt uns seine Geschichte in einem Sturm schöner Sprache, der sich langsam als ein teuflisch vielschichtiges Konstrukt aus Wahrheit und Illusion entpuppt. Mit Anklängen an Beckett, Poe und Paul Bowles ist Spider eine Geschichte des Grauens und des Wahnsinns, des Geschichtenerzählens und des Skeptizismus, ein Roman, dessen schwindelerregender Stil die tiefsten Schichten des unterbewussten Terrors freilegt.