Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Spinoza and the Cunning of Imagination
Spinozas Ethik und sein Projekt, ethische Wahrheiten durch die geometrische Methode zu beweisen, haben Leser seit mehr als dreihundert Jahren angezogen und herausgefordert.
In Spinoza and the Cunning of Imagination (Spinoza und die List der Einbildungskraft) verwendet Eugene Garver die Einbildungskraft als Leitfaden für diese Arbeit. Andere Leser haben sich mit der Einbildungskraft befasst, um Spinozas Verständnis von Politik und Religion zu erklären, aber dies ist die erste Untersuchung, die sie als zentral für die Ethik als Ganzes betrachtet - die Einbildungskraft als eine Eigenschaft, die kultiviert und nicht einfach überwunden werden muss.
Spinoza stellt die Vorstellungskraft zunächst als eine unzureichende und verworrene Art des Denkens dar, die den Ideen, die die Dinge, wie sie sind, angemessen darstellen, stets unterlegen ist. Daraus scheint zu folgen, dass man den Verstand von phantasievollen Ideen reinigen und sie so bald wie möglich durch rationale Ideen ersetzen sollte, aber wie Garver zeigt, erlaubt die Ethik diesen ultimativen ethischen Akt erst, wenn man eine starke Phantasie kultiviert hat. Dies ist für Garver „die List der Imagination“.
Die einfache Handlung des Fortschritts wird durch die Vorstellungskraft zu einer komplexen Reise voller Umkehrungen und Entdeckungen. Für Garver liegt die „Schlauheit“ der Vorstellungskraft in unserer Fähigkeit, die Vorstellungskraft zu nutzen, um über sie hinauszuwachsen.