Bewertung:

Das Buch „Dust to Dust: A History of Jewish Death and Burial in New York“ von Allan Amanik untersucht 300 Jahre amerikanisch-jüdischer Geschichte durch die Brille der Friedhöfe und konzentriert sich dabei auf das Zusammenspiel von Gemeinschaftspraktiken und individuellen Bedürfnissen bei Bestattungsritualen. Viele Leser loben die gründliche Recherche und den verständlichen Schreibstil, andere kritisieren die vermeintliche Voreingenommenheit gegenüber traditionellen jüdischen Bestattungspraktiken.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert, schön geschrieben und leicht zugänglich. Es bietet einen tiefen wissenschaftlichen Einblick in die amerikanisch-jüdische Geschichte und die Bestattungspraktiken, was es für Historiker und Studenten gleichermaßen wichtig macht. Es spricht wichtige Fragen der gemeinschaftlichen und individuellen Bedürfnisse im Zusammenhang mit jüdischen Bestattungen an und ist angesichts aktueller Ereignisse wie der COVID-19-Pandemie zeitgemäß.
Nachteile:Einige Leser halten den Autor für voreingenommen gegenüber jüdischen Bestattungspraktiken und behaupten, dass er ein negatives Bild von jüdischen Geistlichen und Traditionen zeichnet. Kritiker sind der Meinung, dass das Buch keine objektive Darstellung bietet und die historische und moralische Komplexität der jüdischen Bräuche rund um den Tod nicht würdigt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Dust to Dust: A History of Jewish Death and Burial in New York
Ein aufschlussreicher Blick darauf, wie Tod und Bestattungspraktiken die Lebenden beeinflussen Dust to Dust bietet eine dreihundertjährige Geschichte des jüdischen Lebens in New York, buchstäblich von Grund auf.
Anhand von jüdischen Friedhöfen wird aufgezeigt, wie jüdische New Yorker den Tod und die Beerdigung seit ihrer Ankunft in New Amsterdam bis ins 20. Allan Amanik zeichnet eine bemerkenswerte Wechselwirkung zwischen den jüdischen Bestattungsvorkehrungen und den Abläufen des Familien- und Gemeinschaftslebens auf und zeichnet nach, wie finanzielle und familiäre Belange im Todesfall mit früheren, in der Tradition und im gemeinschaftlichen Zusammenhalt verwurzelten Prioritäten gleichgesetzt wurden.
Gleichzeitig zeigt er, wie sich die Prioritäten im Todesfall verschoben haben und jüdische Durchschnittsfamilien in die Lage versetzt wurden, sich für mehr Schutz und Ansprüche wie Witwengeld und Bestattungsversicherungen einzusetzen. Amanik kommt zu dem Schluss, dass die Planung für das Lebensende dazu beiträgt, soziale Systeme in einer Weise zu gestalten, die oft unerkannt bleibt.