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Still Lives: Death, Desire, and the Portrait of the Old Master
Wie Künstlerporträts in der Renaissance dazu beitrugen, die ersten Kunststars der modernen Geschichte zu schaffen
Michelangelo war einer der größten internationalen Kunststars seiner Zeit, aber Michelangelo zu sein war keine einfache Sache: Er wurde von Fans verfolgt, von Kritikern gelobt und gegeißelt und in nicht autorisierten Porträts abgebildet. Still Lives zeichnet den Prozess nach, durch den Künstler wie Michelangelo, D rer und Tizian zu Berühmtheiten der frühen Neuzeit wurden.
Künstler waren schon seit der Antike Gegenstand von Biografien, aber die Künstler der Renaissance waren die ersten, deren Gesichter manchmal ebenso erkennbar waren wie ihre Kunst. Maria Loh zeigt, wie dieser Wandel durch die rasche Ausbreitung des Porträts und des Selbstporträts als eigenständige Gattungen in Malerei und Skulptur begünstigt wurde. Sie untersucht die Herausforderungen, mit denen Künstler in dieser neuen Bildökonomie konfrontiert waren: Was bedeutete es, ein Bildermacher zu sein, der von seinem eigenen Bild verfolgt wurde? Wie wirkten sich diese Veränderungen auf die Alltagsrealität der Künstler und ihrer Werkstätten aus? Und wie trugen Bilder von Künstlern dazu bei, dass sie sich selbst als Figuren in einer Geschichte sahen, die sie überdauern würde?
Das reich bebilderte Buch Still Lives ist eine originelle Erforschung der Erfindung des Künstlerporträts und einer neuen Form von weltlichem Ruhm.
-- „Choice“.