Bewertung:

Das Buch bietet eine tiefgründige und inspirierende Erkundung der afrikanischen Küche, wobei der Schwerpunkt auf der äthiopischen Küche liegt. Es verbindet Geschichte und Kochkunst und unterstreicht die kulturelle Bedeutung des Essens in afrikanischen Gesellschaften. Obwohl es von einigen als trocken oder akademisch angesehen werden könnte, ist es aufschlussreich und informativ.
Vorteile:⬤ Inspirierend und aufschlussreich
⬤ vermittelt ein positives Bild von Afrika
⬤ behandelt ausführlich die äthiopische Küche
⬤ verbindet Geschichte mit Rezepten
⬤ erörtert die kulturelle und soziale Bedeutung von Lebensmitteln
⬤ gut recherchiert und mit Fußnoten versehen.
Manche Leser empfinden es als trocken und akademisch; es könnte eher für ein akademisches Publikum geeignet sein.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Stirring the Pot: A History of African Cuisine
Die afrikanische Kochkunst ist ein wichtiger Teil der afrikanischen Geschichte. Allzu oft wird Afrika mit Hungersnöten in Verbindung gebracht, aber in Stirring the Pot beschreibt James C. McCann, wie die Zutaten, die Praktiken und die vielfältigen Geschmäcker der afrikanischen Küche ein historisch geschlechtsspezifisches Wissen umfassen, das in Haushalten in verschiedenen menschlichen und ökologischen Landschaften praktiziert und perfektioniert wurde. McCann zeigt auf, wie Geschmack und kulinarische Praktiken für das Verständnis der Geschichte und ganz allgemein für die neue Literatur über Lebensmittel als Sozialgeschichte von wesentlicher Bedeutung sind.
Stirring the Pot bietet eine Chronologie der afrikanischen Küche, die im sechzehnten Jahrhundert beginnt und von Afrikas ursprünglicher essbarer Ausstattung bis zu seiner Globalisierung reicht. McCann zeichnet die Verwendung neuer Feldfrüchte, Gewürze und Geschmacksrichtungen durch die Köche nach, darunter Importe aus der Neuen Welt wie Mais, Paprika, Maniok, Kartoffeln, Tomaten und Erdnüsse sowie Kochbananen, Zuckerrohr, Gewürze, asiatischer Reis und andere Zutaten aus der Welt des Indischen Ozeans. Er analysiert die Rezepte nicht als starre, ahistorische Dokumente, sondern als lebendige Aufzeichnungen des historischen Wandels im Wissen der Frauen und in den Experimenten der Bauern. Ein abschließendes Kapitel beschreibt in sinnlicher Ausführlichkeit die direkten Verbindungen der afrikanischen Küche zu Jambalaya aus New Orleans, kubanischem Reis und Bohnen und der Küche des "Soul Food" der Afroamerikaner.
Stirring the Pot betritt Neuland und verdeutlicht die Beziehung zwischen Essen und der Kultur, Geschichte und nationalen Identität der Afrikaner.