
South-South Solidarity and the Latin American Left
Transnationale Solidaritätsbewegungen spielen oft eine wichtige Rolle bei der Umgestaltung der globalen Machtstrukturen. In der historischen Literatur über die Zusammenarbeit zwischen Parteien im globalen Süden klafft jedoch noch eine große Lücke.
Angesichts zunehmender Repressionen fand die lateinamerikanische Linke in den 1960er und 1970er Jahren Anschluss im transnationalen Austausch und organisierte sich mit weit entfernten Aktivisten in Afrika, dem Nahen Osten und der Karibik. Durch die Erforschung der Besonderheiten der Süd-Süd-Solidarität eröffnet dieser Band neue Gespräche darüber, was diese Bewegungen einzigartig macht, wie sie politische Identitäten geformt haben und welchen dauerhaften Einfluss sie hatten.
Jessica Stites Mor befasst sich mit vier detaillierten Fallstudien: dem Einsatz von Rechtsreformen, um die in Mexikos revolutionärer Verfassung verankerten Ziele der Solidarität zu erreichen, den von Kuba verbreiteten visuellen und gedruckten Medien und ihrem Einfluss auf die Agenda des afroasiatischen Blocks bei den Vereinten Nationen, der Organisation im Namen des palästinensischen Nationalismus bei der Umgestaltung der sozialistischen Linken Argentiniens und der Rolle lateinamerikanischer katholischer Aktivisten bei der Herausforderung des südafrikanischen Apartheidstaats. Diese Beispiele dienen als dringend benötigter Fahrplan für die Navigation durch unser gegenwärtiges politisches Klima und zeigen uns, wie Solidaritätsbewegungen künftige Kämpfe angehen könnten.