
Temple of Peace: International Cooperation and Stability Since 1945
Diese Sammlung wirft aktuelle Fragen zu Frieden und Stabilität auf, indem sie den vergangenen und gegenwärtigen Status der internationalen Beziehungen hinterfragt.
Die liberale internationale Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg, die von Organisationen wie den Vereinten Nationen, der Nordatlantikvertrags-Organisation und ähnlichen Bündnissen aufrechterhalten wurde, sollte jahrzehntelang für kollektive Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und Rechtsstaatlichkeit sorgen. All dies war ein Verhandlungsprozess, der Kompromisse erforderte - und dennoch war es keine friedliche Welt.
Als Winston Churchill 1946 in seiner berühmten Rede vor dem Eisernen Vorhang den Rahmen der Vereinten Nationen als "Tempel des Friedens" bezeichnete, vertrat er die Ansicht, dass internationale Bündnisse dazu beitragen könnten, die notwendige Stabilität zu gewährleisten, damit freie Menschen sowohl wirtschaftlich als auch politisch gedeihen könnten. Auch wenn die Säulen der internationalen Ordnung heute noch Bestand haben, scheinen die führenden Politiker der Vereinigten Staaten in einer Welt, die sowohl von Populismus als auch von Protest geprägt ist, nicht mehr geneigt zu sein, als unverzichtbare Macht in einem Bündnisrahmen zu fungieren, der auf gemeinsamen Werten, Menschenrechten und einer Mischung aus harter und weicher Macht beruht.
In diesem Buch untersuchen neun Wissenschaftler und Praktiker der Diplomatie sowohl die Erfolge als auch die Schwächen der internationalen Zusammenarbeit in den letzten siebzig Jahren. Gemeinsam gehen die Autoren auf die Frage ein, wie die liberale internationale Ordnung aufgebaut wurde und welchen Herausforderungen sie sich stellen musste, und bieten Perspektiven für das, was in einer post-amerikanischen Welt verloren gehen könnte.