Bewertung:

Das Buch von Anne Michelle Carpenter untersucht die Bedeutung der poetischen Logik im Denken von Hans Urs von Balthasar und zeigt, wie Poesie und Theologie durch die Gestalt Christi miteinander verbunden sind. Der Autor stellt Balthasars Ideen klar dar und macht sie sowohl Akademikern als auch interessierten Neueinsteigern zugänglich. Der Text ist gut strukturiert, bezieht Poesie zur Bereicherung der Diskussion ein und bietet eine umfassende Analyse von Balthasars Werk.
Vorteile:Eine klare Sprache, die komplexe Ideen zugänglich macht, eine gründliche Erforschung von Balthasars Denken, eine aufschlussreiche Integration von Poesie und Theologie und eine ansprechende Struktur, die Originalgedichte einschließt. Es bietet eine neue Perspektive auf die Beziehung zwischen poetischer Logik und theologischen Einsichten.
Nachteile:Das Buch könnte in erster Linie ein akademisches Publikum und diejenigen ansprechen, die bereits geneigt sind, die christliche Offenbarung zu akzeptieren, was seinen Zugang zu einer breiteren Leserschaft möglicherweise einschränkt. Einige Leser könnten Balthasars Konzepte als schwierig oder dicht empfinden, obwohl Carpenter versucht, sie zu vereinfachen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Theo-Poetics: Hans Urs Von Balthasar and the Risk of Art and Being
Der Schweizer Theologe Hans Urs von Balthasar (1905-1988) hat einen großen Teil des erneuerten Interesses der Theologie des 20. und 21.
Jahrhunderts an der Ästhetik begründet. Von Balthasars Theologie ist sowohl poetisch als auch philosophisch, und obwohl diese Kombination oft anerkannt wird, verlangt sie nach einer Erklärung. In Theo-Poetics: Hans Urs von Balthasar and the Risk of Art and Being untersucht Anne M.
Carpenter von Balthasars Gebrauch von Poesie und poetischer Sprache und bietet eine detaillierte Analyse seiner philosophischen Voraussetzungen.
Carpenter argumentiert, dass von Balthasar Dichter und poetische Sprache benutzt, um theologisch zu argumentieren, weil diese poetische Sprechweise die metaphysische Wahrheit ausdrückt, ohne das eine auf das andere zu reduzieren. Carpenter beginnt mit von Balthasars sehr frühem Interesse an Musik, Literatur und Philosophie, insbesondere an seinem Werk Apokalypse der deutschen Seele.
Sie erforscht die Herrlichkeit des Herrn und die Trilogie und geht dabei auf seine Verzweiflung über die Möglichkeit ein, Kunst und Theologie miteinander zu versöhnen. Sie deckt die wichtigsten Merkmale von Balthasars metaphysischen Denkens auf und erörtert seine Interaktionen mit Thomas von Aquin, Karl Barth und Martin Heidegger, um Christologie, Metaphysik und die Ausdruckskraft der Sprache fest miteinander zu verbinden. Das Buch schließt mit einer konzentrierten Bewertung von Balthasars "erlöster" Theo-Poesie, wie sie in der Poesie von G.
M. Hopkins zum Ausdruck kommt. Carpenter verortet und bewertet Hopkins' Poesie in einem neuen Kontext, indem er ihn eher in der Schule des Aquinas als des Scotus ansiedelt, und zeigt uns, wie die Metaphysik für ein lebendiges Verständnis der Sprache notwendig ist.