Theologie für das Ende der Welt

Bewertung:   (4,4 von 5)

Theologie für das Ende der Welt (Marika Rose)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine kritische Analyse der Überschneidungen zwischen Ethnie, Geschlecht, Kapitalismus und Christentum. Es plädiert für eine ehrliche Konfrontation mit der historischen Mitschuld des Christentums an der Unterdrückung und zeigt gleichzeitig auf, dass es in ihm auch erlösbare Aspekte gibt. Der Autor ruft dazu auf, die gegenwärtige Welt abzulehnen, und betont die Komplexität der menschlichen Subjektivität im Streben nach einer sinnvollen Veränderung.

Vorteile:

Das Buch ist gut strukturiert und übersichtlich, es kombiniert verschiedene neuere Schriften und präsentiert komplexe Ideen auf ansprechende Weise. Es bietet zum Nachdenken anregende Einsichten, insbesondere über die Beziehung zwischen Christentum und Unterdrückung, und wirft wichtige Fragen über Existenz und Sinn auf. Der Aufruf zur Konfrontation und Ehrlichkeit in Bezug auf gesellschaftliche Themen ist überzeugend.

Nachteile:

Einige Konzepte sind vielleicht nicht ganz ausgereift, wie etwa die Feinheiten der menschlichen Subjektivität und die Antworten des Autors auf existenzielle Fragen. Das Buch könnte insbesondere ein christliches Publikum ansprechen, was seine Anziehungskraft auf eine breitere Leserschaft möglicherweise einschränkt.

(basierend auf 1 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Theology for the End of the World

Inhalt des Buches:

Es fühlt sich an, als ginge die Welt unter.

Inmitten apokalyptischer Zeiten ist die Versuchung groß, sich an das zu klammern, was wir noch haben. Was aber, wenn unser Wunsch, die Welt zu retten, Teil des Problems ist?

In Theologie für das Ende der Welt wird vorgeschlagen, dass wir bei der Reaktion auf die tief verwobenen Systeme des Kapitalismus, des Rassismus und des Patriarchats aufhören sollten, eine „gute Version“ des Christentums zu suchen, die sich gegen diese Formen der Gewalt stellt, und stattdessen versuchen sollten, die Rolle des Christentums bei der Gestaltung der Welt, in der wir heute leben, zu berücksichtigen. Wie hat das Christentum die Geschichte von Ehe und Familie geprägt? Wie hat das Christentum die Ethnie erfunden und den Kapitalismus hervorgebracht? Das Buch setzt sich mit dem ambivalenten Erbe des Christentums auseinander, einer Tradition, die von Versklavten und Versklavenden, von gewalttätigen Ehemännern, einfallsreichen Ehefrauen und mutigen Sexarbeiterinnen, von Reichen und Besitzlosen weitergegeben wurde, und schlägt vor, dass Christen den Versuch aufgeben sollten, die Welt zu erlösen - eine Gesellschaftsordnung, die auf Gewalt und Ausbeutung beruht - und stattdessen versuchen sollten, sie zu beenden.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780334060666
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2023
Seitenzahl:256

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