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Thomas Heywood's Theatre, 1599-1639: Locations, Translations, and Conflict
In dieser umfassenden Neubewertung seines Themas gibt Richard Rowland Thomas Heywood - dem Dramatiker, Miscellanisten und Übersetzer - seinen rechtmäßigen Platz in der frühen modernen Theatergeschichte zurück. Rowland kontextualisiert und historisiert diesen wichtigen Zeitgenossen Shakespeares und verortet ihn auf der geografischen und kulturellen Landkarte Londons anhand der Geschäfte, die Heywood in seinen Schriften betreibt.
Rowland vertritt die Auffassung, dass Heywoods theatralisches Schaffen die gleiche Aufmerksamkeit und Untersuchung verdient, die Shakespeare, Jonson und in jüngerer Zeit Middleton gewidmet wurde. Das Buch untersucht drei Schaffensperioden Heywoods: das Ende der elisabethanischen Ära und den Beginn der jakobinischen, die Mitte der 1620er und die Mitte bis Ende der 1630er Jahre. Indem Rowland die Werke dieser Jahre genau in den politischen und kulturellen Konflikten verortet, auf die sie reagieren, leitet er eine umfassende Neubewertung der bemerkenswerten Leistungen dieses Dramatikers ein.
Rowland widmet seine Aufmerksamkeit auch der Aufführung von Heywoods Stücken und betrachtet ihn als einen berufstätigen Dramatiker, der in einer Branche tätig war, die davon abhing, dass das Schreiben funktionierte. Schließlich untersucht der Autor, wie Heywood in seinen Schriften über das Schauspielhaus hinaus am bürgerlichen Leben Londons teilnahm.
Hier untersucht Rowland Pamphlete, Übersetzungen und die Reihe der Festzüge des Oberbürgermeisters, die Heywood mit der Verschärfung der politischen Krise produzierte. Thomas Heywood's Theatre, 1599-1639 ist ein faszinierendes Werk, das sich in das sich abzeichnende Bild des "vollständigen" frühmodernen englischen Theaters einfügt, indem es die Bandbreite, die Qualität und die theatralische Bedeutung des Werks aufzeigt.