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Tom Petty's Southern Accents
1985 hatte Tom Petty bereits Legendenstatus erreicht. Er war berühmt.
Er hatte Geld. Aber er war ruhelos und hoffte, sein künstlerisches Schaffen über das begrenzte Format von Songs wie "The Waiting" und "Refugee" hinaus auszudehnen. Ursprünglich hatte Petty ein Konzeptalbum über den amerikanischen Süden geplant, doch dann verlor er in seinem Exzess und seiner Schwelgerei den Faden des Konzepts und gab seine Ambitionen für ein Konzeptalbum auf.
Aus Frustration brach sich Petty beim Abmischen des Albums die Hand und zweifelte an seiner Fähigkeit, jemals wieder Gitarre spielen zu können. Das Ergebnis ist ein Sammelsurium aus klassischen Rocksongs, gemischt mit fast unhörbarer, zweitklassiger 80er-Jahre-Musik.
Während der Tournee für das Album bediente sich Petty der Ikonographie der amerikanischen Konföderation, um sich mit Teilen seines Publikums zu arrangieren, mit denen er sich nicht im Einklang fühlte. Trotz seines künstlerischen Misserfolgs war Southern Accents ein Wendepunkt für Petty. Nach dieser Niederlage erfand sich Petty als Kalifornier neu und feierte seinen größten Erfolg mit Full Moon Fever.
Michael Washburn erforscht die Geschichte von Southern Accents und wie sie Pettys Neuerfindung auslöste. Washburn untersucht die fehlerhafte Idee, romantische Vorstellungen vom amerikanischen Süden als Grundlage für Kunst und Identität zu verwenden, und eröffnet eine Untersuchung der "Südisierung" Amerikas.