Bewertung:

Das Buch wird für seine umfassende und kohärente Erforschung des Kundalini-Erwachens und der transpersonalen Psychologie gelobt, die verschiedene psychologische Theorien und spirituelle Erkenntnisse integriert. Einige Kritikpunkte sind jedoch die vermeintliche politische Voreingenommenheit und der Mangel an empirischen Belegen in bestimmten Abschnitten.
Vorteile:⬤ Umfassende Synthese von psychologischen und spirituellen Theorien (Freudianisch, Jungianisch, transpersonal).
⬤ Vermeidet kulturellen Aberglauben und bietet einen wissenschaftlichen Rahmen für spirituelles Erwachen.
⬤ Bietet eine neue Perspektive im Vergleich zu anderen transpersonalen Denkern wie Ken Wilber.
⬤ Gut geschrieben und intellektuell anregend, mit einer hohen Empfehlung der Leser.
⬤ Einige Abschnitte werden kritisiert, weil sie nach Ansicht einiger Leser ungerechtfertigte feministische Annahmen über das Geschlecht enthalten.
⬤ In späteren Kapiteln fehlen empirische Belege, was zu Bedenken hinsichtlich der theoretischen Grundlage einiger Ideen führt.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Transpersonal Psychology in Psychoanalytic Perspective
In diesem Buch liefert Michael Washburn eine psychoanalytische Grundlage für die transpersonale Psychologie. Anhand der psychoanalytischen Theorie erklärt Washburn, wie die Ich-Entwicklung die Transzendenz des Ichs sowohl vorbereitet als auch behindert.
Die spirituelle Entwicklung, so schlägt er vor, kann nur im Hinblick auf die Ich-Entwicklung, die ihr vorausgeht, richtig verstanden werden. So lassen sich beispielsweise viele Schwierigkeiten in der spirituellen Entwicklung auf repressive Grundlagen der Ich-Entwicklung zurückführen, und signifikante geschlechtsspezifische Unterschiede in der spirituellen Entwicklung lassen sich auf entsprechende geschlechtsspezifische Unterschiede zurückführen, die während der Ich-Entwicklung entstehen.
Washburn stützt sich bei der Erörterung der Ich-Entwicklung auf ein breites Spektrum psychoanalytischer Perspektiven und verwendet bei der Erörterung der spirituellen Entwicklung sowohl östliche als auch westliche Quellen. Indem er die transpersonale Psychologie in psychoanalytischen Begriffen neu denkt, erklärt er, wie wesentliche Elemente des Jungschen Denkens in der psychoanalytischen Theorie verankert werden können.