
Transcendent Pantheism: Three Sufi Mystics
Das von Moses vor dreitausend Jahren verkündete Sittengesetz stimmt mit dem überein, das die Menschen heute regiert, ungeachtet ihrer verschiedenen Kulturstufen; die moralischen Gebote eines Buddha und eines Konfuzius stimmen mit denen des Evangeliums überein, und die Sünden, für die sich die Menschen nach dem Totenbuch der alten Ägypter vor den Richtern der anderen Welt verantworten werden, sind auch nach viertausend Jahren noch Sünden.
Wenn man das Wesen der unbekannten ersten Ursache überhaupt begreifen will, so kann man das nur im Lichte jener unveränderlichen moralischen Grundsätze tun, die jeder Mensch in seiner Brust trägt. Die Vorstellung von Gott ist also nicht eine Angelegenheit des Verstandes, sondern des Gefühls und des Gewissens.
Die Mystik hat sie immer so aufgefasst und hat daher immer eine starke Anziehungskraft auf den erregbaren und gefühlsbetonten Teil der Menschheit ausgeübt, den sie in Prüfungen und Bedrängnissen getröstet hat. Jede Religion ist demnach eher für das Gefühl als für den Verstand bestimmt, und deshalb enthalten sie alle mystische Tendenzen.