Bewertung:

Das Buch befasst sich mit den psychologischen Folgen des Tötens für diejenigen, denen dies rechtlich erlaubt ist, darunter Militärangehörige, Polizisten, Henker und Abtreibungshelfer. Es ist eine zum Nachdenken anregende Untersuchung des posttraumatischen Stresses bei Gewalttätern.
Vorteile:Das Buch wird als kraftvoll, wichtig und faszinierend beschrieben. Es geht mutig an schwierige gesellschaftliche Themen heran und bietet eine einzigartige Perspektive auf das Trauma derjenigen, die Gewalttaten begehen. Es wird als Pionierarbeit angesehen, die neue Bereiche der psychologischen Forschung erschließen könnte.
Nachteile:Einige Leser könnten den Inhalt als beunruhigend empfinden, da er sich mit schweren und potenziell beunruhigenden Themen befasst. Das Buch dürfte in erster Linie für angewandte Ethiker und Fachleute, die mit solchen Personen arbeiten, von Interesse sein, was seine Attraktivität für ein breiteres Publikum einschränken könnte.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Perpetration-Induced Traumatic Stress: The Psychological Consequences of Killing
Seit der Irak-Krieg 2003 eine weitere Flut von Kriegsveteranen hervorgebracht hat, die mit den psychologischen Folgen des Tötens von Menschen leben müssen, sind ihre Angehörigen und die Medien sehr daran interessiert, was diese Folgen sind und wie man mit ihnen umgehen kann. Artikel und Dokumentarfilme haben sich auf die in diesem Buch gesammelten Informationen gestützt, um ihnen einen Sinn zu geben.
In diesem Band wird das Konzept des Perpetration-Induced Traumatic Stress (PITS) vorgestellt, eine Form von PTBS-Symptomen, die nicht dadurch verursacht wird, dass man Opfer oder Retter eines Traumas ist, sondern dadurch, dass man aktiv an der Verursachung eines Traumas beteiligt ist. Zu den Betroffenen gehören Soldaten, Henker oder Polizeibeamte, bei denen es gesellschaftlich akzeptiert oder sogar erwartet wird, dass sie töten.
Im Vergleich zu der weiter verbreiteten PTBS scheint es bei den von PITS Betroffenen schwerwiegendere und andere Symptommuster zu geben. Zu den offensichtlichen Unterschieden, die bei den Tötungsdelikten zu untersuchen sind, gehören Fragen des Kontexts, der Schuld, der Bedeutung, des Inhalts der Träume und soziologische Fragen, die besondere Auswirkungen auf die Therapie, die Erforschung der Kausalität der PTBS und die Bemühungen zur Gewaltprävention haben. Soziologie, Politik, Geschichte, Philosophie und Theologie werden ebenfalls Anwendungen für dieses bahnbrechende Material finden.