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Dreaming of Money in Ho Chi Minh City
Die zunehmende Verwendung von Geld im heutigen Vietnam wurde durch den Aufstieg neuer Märkte, die digitale Telekommunikation und die ideologische Betonung der Autonomie des Geldes vom Staat vorangetrieben. Die Menschen in Vietnam verwenden die Metapher der offenen Tür, um ihre alltäglichen Erfahrungen mit der Marktliberalisierung zu beschreiben und um das Ende der sozialen Isolation Vietnams in der Nachkriegszeit und die Rückkehr zu einem konsumorientierten Umfeld zu bezeichnen.
Dreaming of Money in Ho-Chi-Minh-Stadt untersucht, wie Geld soziale Identitäten, moralische Ökonomien und wirtschaftliche Bürgerschaft in Vietnam neu definiert. Es wird gezeigt, wie die Menschen Geld als Wertmaßstab verwenden, um den sozialen und moralischen Wert zu messen, wie Geld zur Schaffung neuer Privilegienhierarchien und zur Einschränkung der Freiheit eingesetzt wird und wie sowohl die nationale als auch die globale Geldpolitik die kulturelle Identitätspolitik in Vietnam beeinflusst. Auf der Grundlage von Interviews mit Ladenbesitzern, Bankern, Verkäufern und ausländischen Investoren untersucht Allison Truitt die Funktion des Geldes im täglichen Leben.
Von gefälschten Währungen bis hin zu Lotterien am Straßenrand, von Goldgeschäften bis hin zu überfüllten Tempeln setzt sie die Umstrukturierung des Geldes mit der Darstellung von Identität in Beziehung. Indem sie Geld in Bereichen verortet, die oft an den Rand der Wirtschaft verbannt werden - Haushalte, Religion und Geschlecht -, zeigt sie, wie Geld das Zugehörigkeitsgefühl und die Staatsbürgerschaft der einfachen Menschen in Vietnam prägt.