Bewertung:

Die Kritiker sind geteilter Meinung über das Buch, wobei sie sich auf den experimentellen Charakter und die Darstellung eines unglücklichen Paares konzentrieren. Während ein Rezensent das Buch für seine schlechte Qualität und klischeehafte Erzählung kritisiert, äußert sich ein anderer positiv, ohne auf Einzelheiten einzugehen.
Vorteile:Das Buch versucht sich an experimentellen Literaturkonzepten, die Fans des Genres ansprechen könnten. Einige Leser mögen den Ehrgeiz des Buches schätzen, durch Wiederholungen und Mehrdeutigkeit sinnvolle Ideen zu vermitteln.
Nachteile:Die erzählerische Qualität wird als schlecht kritisiert, mit einer klischeehaften Darstellung eines unglücklichen Paares, dem es an Tiefe und Entwicklung fehlt. Der Rezensent ist der Meinung, dass sich das Buch nicht sinnvoll weiterentwickelt, was es langweilig und unoriginell erscheinen lässt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Dieses Buch ist so einzigartig wie kein anderer Roman: eine von 109.027.350.432.000 möglichen Varianten desselben Romans.
Inspiriert von der Legende von Tristan und Isolde, wurde Tristano erstmals 1966 in italienischer Sprache veröffentlicht. Erst in jüngster Zeit hat die Digitaltechnik es ermöglicht, die ursprüngliche Vision des Autors zu verwirklichen.
Der Roman besteht aus zehn Kapiteln, wobei die fünfzehn Absatzpaare für jede Veröffentlichung neu gemischt werden. Keine Version gleicht der anderen. Die zufälligen Variationen zwischen den einzelnen Exemplaren spiegeln die Vielfältigkeit des menschlichen Herzens wider, wie sie in den Liebenden im Zentrum der Geschichte zum Ausdruck kommt.
Die Exemplare der englischen Übersetzung von Tristano sind einzeln nummeriert, beginnend mit 10.000 (in der Reihenfolge der italienischen und deutschen Ausgaben). Das Buch enthält ein Vorwort von Umberto Eco, in dem er erklärt, wie Balestrinis Experiment mit dem physischen Medium des Romans beweist, "dass Originalität und Kreativität nichts anderes sind als die zufällige Handhabung einer Kombination".