
Virtue and Grace in the Theology of Thomas Aquinas
Thomas von Aquin zeichnete sich in seinen Schriften durch eine bemerkenswerte Stabilität des Denkens aus. In einigen Bereichen, wie z.
B. seiner Theologie der Gnade, erfuhr sein Denken jedoch eine gewaltige Entwicklung. In diesem Buch zeichnet Justin M.
Anderson sowohl diese Entwicklungen im Bereich der Gnade als auch deren Ursachen nach. Nach einer Einführung in die verschiedenen Bedeutungen der Tugend, die Aquin verwendete, einschließlich der "Tugend in ihrem vollsten Sinn" und verschiedener Formen der "qualifizierten Tugend", untersucht er den historischen Kontext, der diese Darstellung bedingte.
Durch eine genaue Analyse seiner Schriften bringt Anderson Aquins eigene Entdeckungen und Analysen ans Licht, die sein Verständnis der menschlichen Erfahrung, des göttlichen Handelns und der übernatürlichen Gnade in neue Richtungen treiben sollten. Am Ende entdecken wir eine Darstellung der Tugend, die untrennbar mit seinem entwickelten Verständnis von Sünde, Gnade und göttlichem Handeln im menschlichen Leben verbunden ist.
Damit stellt Anderson das herkömmliche Verständnis von Aquins Tugendlehre in Frage, ebenso wie seine Beziehung zur zeitgenössischen Tugendethik.