
On Agamben, Donatism, Pelagianism, and the Missing Links
Peter Iver Kaufman zeigt, dass Giorgio Agamben Augustinus zwar als bewunderten Pionier einer alternativen Lebensform darstellt, ihn aber auch als ein Hindernis betrachtet, das die Leser davon abhält, ihr Potenzial zu entdecken.
Kaufman entwickelt eine überzeugende, radikale Alternative zur progressiven Politik, indem er den Gedankengang fortsetzt, den er in On Agamben, Arendt, Christianity, and the Dark Arts of Civilization eingeführt hat. Kaufman beginnt mit einem Vergleich der Projekte von Agamben und Augustinus, die beide die vorherrschenden Konzepte von Staatsbürgerschaft in Frage stellen.
Er argumentiert, dass Agamben, beunruhigt durch Augustinus' Opposition gegen Donatisten und Pelagianer, es nicht geschafft hat, Verbindungen zwischen seinen eigenen Neudefinitionen von Authentizität und „kommender Gemeinschaft“ und dem Verständnis des Bischofs von Gnade, Gemeinschaft und Mitgefühl herzustellen. On Agamben, Donatism, Pelagianism, and the Missing Links wirft ein neues Licht auf die „politische Theologie“ des Augustinus und zeigt Wege auf, wie sie als Ressource für alternative Politiken genutzt werden kann, während sie gleichzeitig die Forschung von Agamben und die Forschung über Agamben ergänzt.