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On Becoming Responsible
Michael Pritchards Studie über individuelle Moral spielt in den Schützengräben, im Tal des Lebens selbst. Der moralische Akteur, den er beschreibt, ist real und nicht eine der raren, rationalen Figuren, die in den meisten Ethik-Texten dargestellt werden. Daher ist die Sicht der Moral, die Pritchard in diesen elf Essays präsentiert, pluralistisch, komplex und bodenständig.
Pritchard weist die Annahme zurück, dass die moralische Entwicklung im Eigeninteresse beginnt, und führt Beweise für Empathie und moralische Verbundenheit bei sehr jungen Kindern an. Er liefert ein bewusstes und überzeugendes Argument für einen neuen Ausgangspunkt für die Diskussion über die moralische Entwicklung, bei dem Eigeninteresse und Empathie angeborene und gleichermaßen wesentliche Grundlagen für die individuelle Moral sind. Anschließend entwirft er einen umfassenden Rahmen für die Verfolgung der moralischen Entwicklung, der es ermöglicht, die menschliche Moral sowohl auf Vernunft als auch auf Emotionen zu gründen, und erkennt die Bedeutung von Gerechtigkeit und Rechten sowie von Fürsorge und Verantwortung für die Moral an.
Pritchards Arbeit ist sowohl ein Produkt als auch ein Beitrag zum Bereich der Moralpsychologie, der in den 1960er Jahren als eine Mischung aus philosophischen Theorien über Moral und Ethik und Erkenntnissen aus der psychologischen Theorie über die menschliche Entwicklung und das moralische Verhalten entstand. Durch seine Aufsätze zieht sich der rote Faden der moralischen Erziehung, die Komplexität der Bestandteile und Einflüsse im moralischen Leben und das Konzept der persönlichen Integrität.
"Pritchard zeigt ein bemerkenswertes und manchmal geniales Gespür für die Struktur des moralischen Lebens. Die Lektüre dieses Werks ist wie eine moralische Ausgrabung, bei der ein kostbares Juwel nach dem anderen zutage gefördert wird.... Es geht um das moralische Leben, wie es tatsächlich gelebt wird. Praktisch jede Person auf der Straße könnte sich mit Pritchards moralischen Akteuren identifizieren, während sich die moralischen Akteure in den Texten der meisten Philosophen als seltene Geschöpfe entpuppen, von denen niemand annehmen würde, dass sie jemals auf der Erde gelebt haben.... Pritchards Auseinandersetzung mit Kohlberg ist meisterhaft und außerordentlich subtil - eine äußerst wichtige und sehr bedeutsame Ergänzung der Literatur über diese zentrale Figur der moralischen Entwicklung. Das Kapitel "Accountability, Understanding, and Sentiments" (Verantwortlichkeit, Verständnis und Gefühle) ist ein bahnbrechendes Werk" - Laurence Thomas, Autor von Living Morally: Eine Psychologie des moralischen Charakters.
"Bietet eine durchdachte, phantasievolle und verantwortungsvolle Betrachtung eines breiten Spektrums ethischer Themen, die zeitgenössische Philosophen und Psychologen beschäftigt haben" - Gareth Matthews, Autor von Philosophy and the Young Child und Dialogues with Young Children.