Bewertung:

Das Buch 'Wrongful Imprisonment: Irrtümliche Verurteilungen und ihre Folgen“ bietet eine gründliche Analyse der Mängel des britischen Rechtssystems in Bezug auf ungerechtfertigte Inhaftierungen, unterstützt durch Einzelfallstudien und einen Vergleich mit den Rechtssystemen in Schottland, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Er kritisiert die bestehenden Praktiken und schlägt gleichzeitig Reformen vor, um Ungerechtigkeiten zu verhindern.
Vorteile:Das Buch verbindet individuelle Geschichten von Menschen mit einer umfassenden Analyse des Rechtssystems. Es ist gut recherchiert und stützt sich auf Interviews, Prozessprotokolle und verschiedene Quellen. Es zeigt nicht nur die Schwachstellen des britischen Justizsystems auf, sondern bietet auch Vorschläge für Reformen, so dass es für ein breites Publikum relevant ist, darunter Juristen und allgemein an sozialer Gerechtigkeit interessierte Leser.
Nachteile:Einige Leser könnten die umfangreichen Details und Analysen als überwältigend empfinden, insbesondere wenn sie eine eher erzählende Darstellung suchen. Die Fokussierung auf systematische Fragen könnte dazu führen, dass der Schwerpunkt weniger auf sensationellen Fällen liegt, was einige Leser vielleicht bevorzugen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Wrongful Imprisonment: Mistaken Convictions and Their Consequences
Das 1973 erstmals veröffentlichte Buch Wrongful Imprisonment (Ungerechtfertigte Inhaftierung) versucht, das menschliche Interesse an einzelnen Fällen von unrechtmäßiger Inhaftierung mit einer allgemeinen Analyse der Ursachen für diese Fälle zu verbinden.
Das Buch befasst sich eingehend mit dem englischen System, bietet aber auch Vergleiche mit Schottland, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Die Autoren haben drei Jahre lang Material aus Zeitungsberichten, Prozessprotokollen, Büchern, Anwälten, dem Innenministerium und - was am wichtigsten ist - Interviews mit den Betroffenen gesammelt.
Dadurch konnten sie das bestehende Justizsystem objektiv analysieren, sie haben die Bereiche herausgearbeitet, in denen das System Fehler aufweist, und die Gefahren aufgezeigt, denen sich ein unschuldig einer Straftat verdächtigter Mensch nach und nach ausgesetzt sieht. Dieses aktuelle und überzeugend argumentierte Buch dürfte nicht nur Studenten der Rechtswissenschaften und der Soziologie oder Anwälten, Polizisten, Kriminellen und anderen am Strafrechtssystem Beteiligten gefallen, sondern auch dem Mann im Omnibus von Wormwood Scrubs.