Bewertung:

Das Buch ist eine aufschlussreiche und unterhaltsame Biografie von General Lee Butler, in der er seine militärische Laufbahn in der Luftwaffe von den ersten Jahren bis hin zu bedeutenden Führungspositionen detailliert beschreibt. Es hebt die Herausforderungen und Verantwortlichkeiten eines hochrangigen Kommandos hervor, bietet aber auch einen persönlichen Einblick in Butlers Leben. Die Erzählung verbindet Geschichte mit Humor und beruflichen Anekdoten, was sie sowohl fesselnd als auch lehrreich macht.
Vorteile:Fesselnder und unterhaltsamer Schreibstil, aufschlussreiche Darstellung des militärischen Lebens, aufschlussreich für Nichtdienstleistende, weckt Wertschätzung für die Opfer im Militär, persönliche Anekdoten verleihen Tiefe, nachvollziehbar für Personen mit militärischem Hintergrund.
Nachteile:Einige Meinungen deuten darauf hin, dass der Autor ein ausgeprägtes Ego hat, was möglicherweise von der Erzählung ablenkt; die Tendenz, komplexes Vokabular zu verwenden, könnte für einige Leser eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Uncommon Cause - Volume I: A Life at Odds with Convention - The Formative Years
Diese fesselnde Autobiografie zeichnet das Leben eines schüchternen, eigenbrötlerischen Jungen nach, der in eine Armee-Familie mit Wurzeln im ländlichen Süden hineingeboren wurde. Er wurde 1957 auf unwahrscheinliche Weise in die noch junge Air Force Academy aufgenommen, überlebte eine Karriere, die von einer Reihe persönlicher und beruflicher Krisen geprägt war, und übernahm das Kommando über die strategischen Nuklearstreitkräfte der Air Force, als sich der Kalte Krieg dem Ende zuneigte. General Lee Butler nutzte die Gunst der Stunde und erwirkte die Zustimmung des Präsidenten zu einer Zusammenlegung der ihm unterstellten Bomber und landgestützten Raketen mit den U-Booten der Marine, die ballistische Raketen tragen. Diese längst überfällige Zentralisierung der Befehlsgewalt bildete auch die Grundlage für eine umfassende Reorganisation der konventionellen Kampf- und Unterstützungsluftfahrt der Luftwaffe, für weitreichende Änderungen des Nuklearkriegsplans, durch die Tausende von Zielen wegfielen, und für eine gleichzeitige Verkleinerung des Atomwaffenarsenals. Diese Initiativen führten zu Einsparungen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar, trugen zur Vertrauensbildung mit den sowjetischen Partnern bei und ermöglichten Fortschritte bei der nuklearen Rüstungskontrolle. Vor allem aber hatte General Butler bis zum Ende seiner militärischen Laufbahn eine tiefe Besorgnis über die unerträglichen Gefahren entwickelt, die von den riesigen Atomwaffenunternehmen der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion ausgingen.
Von seinem unvergleichlichen Erfahrungshintergrund aus erkannte er die inhärente Torheit der "Mutual Assured Destruction", die auf einer Vielzahl von Annahmen beruhte, die er als weitgehend ungerechtfertigt ansah. Dennoch trat er 1994 in den Ruhestand in der Überzeugung, dass das Ende der Ära des Kalten Krieges auch eine neue Dringlichkeit mit sich bringen würde, die Abhängigkeit von Atomwaffen als militärische Machtinstrumente zu beenden. Dieser Glaube wurde durch die politischen Umwälzungen sowohl in Washington als auch in Moskau schnell erschüttert. Das Wiederaufflammen des Misstrauens und der Verlust der Dynamik in der Rüstungskontrolle veranlassten General Butler, sich wieder in die Öffentlichkeit zu begeben. Sein wortgewaltiger Appell zur Abschaffung von Atomwaffen erregte weltweites Aufsehen und rief gleichermaßen Lob und Verurteilung hervor. Er markierte den Beginn einer faszinierenden Kampagne, die den mächtigen Einfluss dieser Waffen auf gegenwärtige und zukünftige Mitglieder des Nuklearclubs deutlich machte. Während die spannendsten Kapitel von General Butlers Erzählung von seiner Rolle bei der Neugestaltung der US-Verteidigungspolitik als Reaktion auf den Zusammenbruch der Sowjetunion handeln, bleibt er seinem größeren Ziel treu: eine Retrospektive, die sich oft wie ein Roman liest. Er erzählt seine Geschichte mit schonungsloser Offenheit, gewürzt mit einer persönlichen Note und einem Strom von Anekdoten, die sowohl humorvoll als auch ergreifend sind. Er schreibt aus einer familiären Perspektive, eine Hommage an seine Frau Dorene und seine Kinder Brett und Lisa, denen er sein Buch widmet.
Die Familie kannte die Entbehrungen und Opfer, die das Militärleben mit sich brachte, einschließlich der ständigen Entwurzelung.
Ihr Sohn und ihre Tochter besuchten in zwölf Jahren zehn Schulen. Dorenes Hingabe spiegelte die ihres Mannes wider, und ihre Rolle, die auf diesen Seiten mit großer Zuneigung dokumentiert wird, war für seine Karriere von zentraler Bedeutung. Ein Rezensent brachte die Essenz ihrer fesselnden Beziehung perfekt auf den Punkt: "Dies ist vor allem eine Liebesgeschichte.".