Bewertung:

Eddie Glaude Jr. untersucht die afroamerikanische Religion durch die Brille des Pragmatismus und setzt sich mit dem Paradoxon auseinander, in einer Nation mit einer Geschichte zu leben, die gleichzeitig demokratisch, christlich und rassistisch ist. Er stützt sich auf wichtige Persönlichkeiten des Pragmatismus und plädiert für eine Perspektive, die von übernatürlichen Ansprüchen absieht, aber die bedeutende Rolle der Religion in schwarzen Gemeinschaften anerkennt. Die Rezension berührt konträre Ansichten, insbesondere im Hinblick auf andere schwarze Denker wie Ta-Nehisi Coates, die sich zum Atheismus bekennen.
Vorteile:Glaude ist ein eloquenter Sprecher und bietet eine neue Perspektive auf die afroamerikanische Religion, die mit Pragmatismus verbunden ist. Er erkennt die Bedeutung der Religion in schwarzen Gemeinschaften an und setzt sich mit bedeutenden schwarzen Vordenkern auseinander. Die Einbeziehung von amerikanischen und kontinentalen philosophischen Konzepten bereichert die Diskussion.
Nachteile:Einige Leser könnten Glaudes Verzicht auf metaphysische Aussagen unbefriedigend finden, insbesondere diejenigen, die fest an eine persönliche Beziehung zu Christus und die Hoffnung glauben, die der Glaube geben kann. Auch der Kontrast zwischen Glaudes Ansichten und denen von eher säkularen Denkern wie Coates könnte ein gewisses Unbehagen hervorrufen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Uncommon Faith: A Pragmatic Approach to the Study of African American Religion
In An Uncommon Faith stellt Eddie S. Glaude Jr.
seinen pragmatischen Ansatz für das Studium der afroamerikanischen Religion vor. Er besteht darauf, dass Wissenschaftler das ernst nehmen, was er als schwarze religiöse Einstellungen bezeichnet, d. h.
dauerhafte und tief verwurzelte Dispositionen, die an ein transformatives Ideal gebunden sind, das den Einzelnen dazu zwingt, anders zu sein - ungeachtet des Risikos. Diese Behauptung wird deutlich, wenn Glaude eine recht eigenwillige Sichtweise dessen vertritt, was der Begriff "afroamerikanische Religion" im Rahmen einer kritisch-pragmatischen Herangehensweise an die Erforschung der afroamerikanischen Religionsgeschichte bietet.
Letztlich zeigt An Uncommon Faith, wie der Pragmatismus Glaudes wissenschaftliche Arbeit über die Jahre hinweg geprägt hat, ebenso wie seine Interpretation des schwarzen Lebens in den Vereinigten Staaten. Am Ende seiner Analyse richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf jene "schwarzen Seelen", die sich in einer Welt, die an der Vorstellung festhält, dass Weiße mehr zählen als andere, der mühsamen Aufgabe stellen, sich selbst zu erschaffen.
Diese Aufgabe, so argumentiert er, erfordert einen ungewöhnlichen Glauben und verdient die besondere Aufmerksamkeit der afroamerikanischen Religionswissenschaftler.