Bewertung:

Eddie Glaude Jr. untersucht die afroamerikanische Religion durch die Brille des Pragmatismus und erörtert ihre Komplexität in einem historisch demokratischen, christlichen und rassistischen Kontext. Er setzt sich kritisch mit verschiedenen philosophischen Persönlichkeiten wie William James und John Dewey auseinander und erkennt die Bedeutung des Glaubens in der schwarzen Gemeinschaft an, während er gleichzeitig eine kritische Distanz zu metaphysischen Ansprüchen wahrt.
Vorteile:Glaude ist ein wortgewandter Denker, der eine durchdachte Analyse der afroamerikanischen Religion und ihrer philosophischen Grundlagen liefert. Er stützt sich auf eine reiche Tradition schwarzen Denkens und setzt sich mit Schlüsselfiguren des Pragmatismus auseinander. Sein Werk befasst sich mit der Bedeutung des Glaubens in der schwarzen Gemeinschaft und kritisiert den zeitgenössischen Atheismus im Kontext der kulturellen Identität.
Nachteile:Glaudes Unbehagen gegenüber übernatürlichen oder metaphysischen Wahrheitsansprüchen könnte Leser, die eine traditionellere religiöse Perspektive vertreten, befremden. Darüber hinaus könnte sein pragmatischer Ansatz als unzureichende Auseinandersetzung mit den tieferen spirituellen Dimensionen des Glaubens empfunden werden, die manche Leser schätzen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Uncommon Faith: A Pragmatic Approach to the Study of African American Religion
In An Uncommon Faith stellt Eddie S. Glaude Jr.
seinen pragmatischen Ansatz für das Studium der afroamerikanischen Religion vor. Er besteht darauf, dass Wissenschaftler das ernst nehmen, was er als schwarze religiöse Einstellungen bezeichnet, d. h.
dauerhafte und tief verwurzelte Dispositionen, die an ein transformatives Ideal gebunden sind, das den Einzelnen dazu zwingt, anders zu sein - ungeachtet des Risikos. Diese Behauptung wird deutlich, wenn Glaude eine recht eigenwillige Sichtweise dessen vertritt, was der Begriff „afroamerikanische Religion“ im Rahmen einer kritisch-pragmatischen Herangehensweise an die Erforschung der afroamerikanischen Religionsgeschichte bietet.
Letztlich zeigt An Uncommon Faith, wie der Pragmatismus Glaudes wissenschaftliche Arbeit über die Jahre hinweg geprägt hat, ebenso wie seine Interpretation des schwarzen Lebens in den Vereinigten Staaten. Am Ende seiner Analyse richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf jene „schwarzen Seelen“, die sich in einer Welt, die an der Vorstellung festhält, dass Weiße mehr zählen als andere, der mühsamen Aufgabe stellen, sich selbst zu erschaffen.
Diese Aufgabe, so argumentiert er, erfordert einen ungewöhnlichen Glauben und verdient die besondere Aufmerksamkeit der afroamerikanischen Religionswissenschaftler.