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Unholy Trinity
Rebecca Janzen bringt ein einzigartiges angewandtes Verständnis von Religion in die Analyse des mexikanischen Kinos seit dem Goldenen Zeitalter der 1930er Jahre ein. Unholy Trinity untersucht zunächst kanonische Filme wie Emilio Fern ndez' Mar a Candelaria und R o Escondido, die die Vergangenheit Mexikos mythologisieren, und zeigt, dass religiöse Bilder und Symbole verwendet werden, um den Platz der Religion in einer sich modernisierenden Gesellschaft zu verhandeln.
Anschließend werden Filme aus den 1970er Jahren untersucht, die Motive der Korruption und der unerlaubten Sexualität verwenden, um sowohl Kirche als auch Staat zu kritisieren. Schließlich werden Filme aus den 1990er und 2000er Jahren untersucht, darunter Guita Schyfters Novia que te vea, ein Film, der die aschkenasischen und sephardischen jüdischen Gemeinden in Mexiko-Stadt im 20.
Jahrhundert porträtiert, und Carlos Carreras umstrittener Film El crimen del padre Amaro aus dem Jahr 2002. Dabei wird argumentiert, dass religiöse Bilder - in Bezug auf die katholische Kirche, die Interpretation des Katholizismus durch die Menschen und die Darstellung der jüdischen Gemeinden in Mexiko - es den Filmen ermöglichen, sich kritisch mit der mexikanischen Politik, Identität und sozialen Fragen auseinanderzusetzen.