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Invisible Reality: Storytellers, Storytakers, and the Supernatural World of the Blackfeet
LaPiers Buch bezieht sich erfrischend auf ihre Großfamilie, insbesondere auf deren Frauen, und nicht auf die verallgemeinerten "Blackfoot" der meisten Ethnographen von außerhalb. Mit seinem lesenswerten Stil vermittelt ("Invisible Reality") die Selbstachtung und das Selbstvertrauen, das paternalistische Herrschaft und Armut nicht besiegen konnten. B. Kehoe, Choice.
Rosalyn R. LaPier zeigt, dass die Geschichte der Blackfeet unvollständig ist, wenn man die Beziehung und die Art der Interaktion der Blackfeet mit der "unsichtbaren Realität" der übernatürlichen Welt nicht versteht. Der religiöse Glaube gab den Blackfeet Kontinuität in entbehrungsreichen und wechselhaften Zeiten. Die Geschichten, die sie an neue Generationen und Außenstehende weitergaben, offenbaren die grundlegende Philosophie der Blackfeet-Existenz, nämlich den Glauben, dass sie die Natur nach ihren Bedürfnissen verändern, umgestalten oder kontrollieren konnten, und dass sie dazu in der Lage waren, mit Hilfe übernatürlicher Verbündeter. Die Blackfeet glaubten nicht, dass sie sich an die Natur anpassen mussten. Sie brachten die Natur dazu, sich anzupassen. Ihre Beziehung zum Übernatürlichen gab den Blackfeet Stabilität und machte die scheinbare Unberechenbarkeit der natürlichen Welt, in der sie lebten, berechenbar.
In Invisible Reality präsentiert LaPier eine unkonventionelle, kreative und innovative Geschichte, die umfangreiche Archivrecherchen, Vignetten von Familiengeschichten und traditionelles Wissen, das sie von Ältesten gelernt hat, mit persönlichen Reflexionen über ihre eigene Reise, auf der sie die Geschichten der Blackfeet gelernt hat, verbindet. Das Ergebnis ist ein nuancierter Blick auf die Geschichte der Blackfeet und ihre Beziehung zur natürlichen Welt.