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Urban Origins of American Judaism
Die Ursprünge des amerikanischen Judentums in den Städten liegen in den alltäglichen Erfahrungen der Juden, in ihren Reaktionen auf die Möglichkeiten der sozialen und physischen Mobilität sowie auf die Zwänge der Diskriminierung und der Vorurteile. Deborah Dash Moore untersucht die jüdische Teilhabe in amerikanischen Städten und betrachtet die Auswirkungen des städtischen Lebens für amerikanische Juden über drei Jahrhunderte hinweg. Anhand von Synagogen, Straßen und Schnappschüssen stellt sie fest, dass die wichtigsten Merkmale des amerikanischen Judentums als ein imaginatives Produkt verstanden werden können, das auf städtischen Potenzialen beruht.
Juden signalisierten ihre kollektive städtische Präsenz durch den Bau von Synagogen, die das Judentum auf der städtischen Bühne repräsentierten. Synagogen beherbergten das Judentum in Aktion, seine Rituale, Liturgien und Gemeinschaft, während sie gleichzeitig zeigten, wie Juden andere Aspekte ihres kollektiven Lebens, einschließlich Studium, Bildung, Erholung, Geselligkeit und Politik, judaisierten. Synagogen drückten ästhetische Bestrebungen aus und übersetzten jüdische spirituelle Sehnsüchte in Ziegel und Mörtel. Ihre sich verändernde Architektur spiegelt den Wertewandel der amerikanischen Juden wider.
Die Konzentration der Juden in den Städten ermöglichte auch die Entwicklung öffentlicher religiöser Praktiken, die vom wöchentlichen Einkauf für den Sabbat bis zum ausgelassenen Tanzen auf den Straßen mit Torarollen am Feiertag Simhat Tora reichten. Das jüdische Engagement auf den Straßen der Städte spiegelte auch die jüdischen Reaktionen auf die katholischen religiösen Praktiken wider, die die Straßen vorübergehend in heilige Räume verwandelten. Diese Aktivitäten verstärkten die jüdische Präsenz in der Stadt und boten einen wichtigen Rahmen für das Synagogenleben, wie die faszinierenden Fotografien zeigen, die Moore analysiert.