Bewertung:

Das Buch „Vergessenheit“ von Francis O'Gorman untersucht, wie die Ausrichtung der modernen Gesellschaft auf die Zukunft zu einer kulturellen Amnesie der Vergangenheit geführt hat. Während einige Leser die Vielfalt der Bezüge und intellektuellen Themen zu schätzen wissen, finden andere, dass das Buch unkonzentriert ist und eine kohärente Schlussfolgerung vermissen lässt.
Vorteile:⬤ Erweitert das Denken über kulturelle Erinnerung und Identität.
⬤ Bietet eine breite Verwendung verschiedener Referenzen, die die Gedanken des Autors prägen.
⬤ Enthält interessante Beobachtungen über technologische und kulturelle Veränderungen, die die Wahrnehmung von Zeit und Raum beeinflussen.
⬤ Beeindruckende detaillierte Referenzliste im hinteren Teil des Buches.
⬤ Das Buch ist unkonzentriert und weicht von seiner Hauptthese ab.
⬤ Enthält ein unzusammenhängendes Kapitel über Alzheimer und Autismus, das in keinem Zusammenhang zu stehen scheint.
⬤ Es fehlt eine starke, schlüssige Zusammenfassung oder ein überzeugendes Ende.
⬤ Die Auswirkungen des Gedächtnisverlusts auf Politik und Gesellschaft werden nicht angemessen behandelt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Forgetfulness: Making the Modern Culture of Amnesia
Vergessenheit ist ein Buch über die moderne Kultur und ihre tiefgreifende Ablehnung der Vergangenheit.
Es zeichnet nach, wie sich in der jüngeren Geschichte die Vorstellung herausgebildet hat, dass im Leben und in der Arbeit des Menschen das wichtig ist, was in der Zukunft geschehen wird. Francis O'Gorman fragt, was die Abwesenheit von Geschichte mit unserem Sinn für Ziele macht und was die Zugehörigkeit zu Zeit und Ort in Kulturen ohne Gedächtnis bedeuten könnte.
Er preist die besten Errungenschaften und Taten der Vergangenheit, bringt aber auch seine tiefe Besorgnis darüber zum Ausdruck, was das Vergessen der Vergangenheit mit uns macht.