Bewertung:

Das Buch ist eine klare Erforschung der Rolle der Vernunft in der menschlichen Gesellschaft, verfasst vom Nobelpreisträger Herbert A. Simon. Es befasst sich mit wichtigen Konzepten wie Rationalität, Entscheidungsfindung und sozialen Angelegenheiten, kann aber aufgrund seiner schweren akademischen Sprache entmutigend wirken. Während viele Leser das Buch als aufschlussreich und wertvoll empfanden, waren einige der Meinung, dass es ihm in bestimmten Bereichen an Tiefe mangelt.
Vorteile:⬤ Intellektuell anregend und aufschlussreich
⬤ zugänglich trotz akademischer Terminologie
⬤ verbindet meisterhaft große Ideen in der Gesellschaft
⬤ enthält wertvolle Beobachtungen über Entscheidungsfindung und Rationalität
⬤ viele Leser respektieren Simons Expertise und Beiträge.
⬤ Einige Abschnitte können zu allgemein sein und es fehlt ihnen an Tiefe
⬤ Teile des Buches können für Nicht-Fachleute schwierig sein
⬤ gelegentliche Verwirrung über Konzepte wie intuitive vs. Verhaltenstheorien
⬤ einige Leser erwarteten detailliertere Diskussionen über spezifische Themen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Reason in Human Affairs
Was kann die Vernunft (oder im weiteren Sinne das Denken) für uns tun und was kann sie nicht tun? Mit dieser Frage beschäftigt sich Herbert A. Simon, der 1978 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für seine bahnbrechenden Arbeiten über Entscheidungsprozesse in wirtschaftlichen Organisationen erhielt.
Die Fähigkeit, bei der Wahl von Handlungen den Verstand einzusetzen, gilt als eines der bestimmenden Merkmale unserer Spezies. In den ersten beiden Kapiteln untersucht der Autor das Wesen und die Grenzen der menschlichen Vernunft und vergleicht und bewertet die wichtigsten theoretischen Rahmenwerke, die zur Erklärung von Denkprozessen aufgestellt wurden. Er erörtert auch das Zusammenspiel von Denken und Gefühl bei der Wahl unserer Handlungen.
Im dritten und letzten Kapitel wendet der Autor die Theorie der begrenzten Rationalität auf soziale Institutionen und menschliches Verhalten an und weist auf die Probleme hin, die durch die begrenzte Aufmerksamkeitsspanne des Menschen entstehen, der nicht in der Lage ist, sich mit mehr als einem schwierigen Problem gleichzeitig zu beschäftigen. Er kommt zu dem Schluss, dass wir die Grenzen unserer Fähigkeit zu rationalen Entscheidungen erkennen und Ziele verfolgen müssen, die in ihrer Zögerlichkeit und Flexibilität mit diesen Grenzen vereinbar sind.