
Viapolitics: Borders, Migration, and the Power of Locomotion
Fahrzeuge, ihre Infrastrukturen und die Umgebungen, die sie durchqueren, sind von grundlegender Bedeutung für die Bewegung von Migranten und die Versuche der Staaten, sie zu steuern. Die Autoren dieses Bandes verwenden das Konzept der Viapolitik, um diese umstrittene Verflechtung zu benennen und in den Vordergrund zu stellen, und untersuchen die Politik der Migration und der Grenzziehung an einer Reihe von Orten.
Sie zeigen, wie diese Elemente einen zentralen Ort des Wissens und des Kampfes in Migrationsprozessen darstellen und einen privilegierten Blickwinkel bieten, von dem aus Praktiken der Mobilität und Systeme der Kontrolle in ihren tieferen Geschichten und weiteren geografischen Zusammenhängen befragt werden können. Diese transdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern untersucht eine Reihe empirisch reichhaltiger und vielfältiger Fälle: von den Versuchen der spanischen und europäischen Behörden, den gesamten Lebensweg von Migranten zu kontrollieren, bis hin zu Infrastrukturen für die Begleitung indonesischer Arbeitsmigranten; von Deportationszügen in den Vereinigten Staaten der 1920er Jahre bis hin zu blinden Passagieren auf See in der heutigen Zeit; von illegalisierten Migranten, die über tückische Alpenpässe wandern, bis hin zu Geografien der Abschiebung aus der Luft. Viapolitics hinterfragt das Phänomen "Migration" neu und stellt die Frage, wie verschiedene Formen umstrittener Mobilität erlebt, kontrolliert und angefochten werden.
Ethan Blue, Maribel Casas-Cortes, Julie Y. Chu, Sebastian Cobarrubias, Glenda Garelli, Charles Heller, Sabine Hess, Bernd Kasparek, Clara Lecadet, Johan Lindquist, Renisa Mawani, Lorenzo Pezzani, Ranabir Samaddar, Amaha Senu, Martina Tazzioli, William Walters.