Bewertung:

Das Buch schildert detailliert die Beziehungen und Konflikte zwischen einem Pfarrer und einem Gutsherrn im England des 19. Jahrhunderts und zeigt das gewöhnliche Dorfleben aus einer historischen Perspektive. Es ist gut geschrieben und bietet fesselnde Einblicke in die Charaktere, insbesondere im Verlauf der Erzählung.
Vorteile:Fesselnder Schreibstil, lebendige Darstellung des gewöhnlichen Lebens, interessante historische Perspektive, aufschlussreiche Charakterentwicklung, gut für Leser, die sich für das viktorianische England interessieren, und weckt ein starkes Gefühl für den Ort.
Nachteile:Die ersten Kapitel haben ein langsames Tempo, die Erzählung könnte ermüdend oder weniger interessant erscheinen, wenn man keine persönliche Verbindung zu den Figuren oder dem Ort hat, und könnte für diejenigen, die sich nicht besonders für englische Kirchengeschichte interessieren, uninteressant sein.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Victorian Miniature
Nancy Mitford bemerkte einmal, dass einige der erbittertsten persönlichen Auseinandersetzungen aller Zeiten "zwischen dem Landgut und dem Pfarrhaus" stattfanden.
Owen Chadwicks Victorian Miniature zeichnet ein detailliertes Bild des englischen Landlebens des 19. Jahrhunderts, nämlich den außergewöhnlichen Kampf zwischen dem Gutsherrn und dem Pfarrer in einem Dorf in Norfolk.
Sowohl der evangelische Geistliche als auch der Gutsherr, der sich seiner hugenottischen Abstammung bewusst war, waren leidenschaftliche Tagebuchschreiber, und ihre beiden Tagebücher eröffnen eine faszinierende Doppelperspektive auf die Ereignisse, die den Zusammenprall ihrer Persönlichkeiten offenlegten. Das Ergebnis ist eine Erzählung, die gleichzeitig sehr aufschlussreich über viktorianische Klassenunterschiede, ländliche Bräuche und Festlichkeiten ist und auf eine Weise unterhält, die Trollope würdig ist.