Bewertung:

Das Buch bietet eine überzeugende Untersuchung des Konzepts der Lehrentwicklung in der katholischen Kirche, insbesondere anhand der Werke von Bossuet und Kardinal John Henry Newman, und hebt die Gegensätze in ihren Ansichten über Tradition und Wandel hervor.
Vorteile:Der Autor, Chadwick, bietet eine aufschlussreiche und erhellende Diskussion über die historische Entwicklung der kirchlichen Lehre und macht komplexe Ideen für Leser, die an Theologie und konfessionellen Unterschieden interessiert sind, zugänglich und ansprechend.
Nachteile:Manche Leser werden den historischen Kontext und die lehrmäßigen Nuancen als komplex empfinden, was die Lektüre für diejenigen, die keine Vorkenntnisse in diesem Bereich haben, zu einer Herausforderung machen könnte.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
From Bossuet to Newman
Das Aufkommen der modernen Geschichtsforschung hatte religiöse Folgen, vor allem in den traditionelleren Kirchen, für die Geschichte sehr wichtig war und die selbst dazu beitrugen, den historischen Sinn zu schaffen.
In diesem klassischen Werk, das lange Zeit nicht mehr erhältlich war und nun mit einer neuen Einleitung überarbeitet wurde, zeichnet Owen Chadwick die Entwicklung der Auffassung nach, dass ein Wandel der christlichen Lehre sowohl möglich als auch legitim sei. Bossuet vertrat im siebzehnten Jahrhundert die Meinung, dass sich die christliche Lehre nie oder kaum verändere; Newman in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts sah, dass sich ihr Ausdruck in einer sich wandelnden Gesellschaft notwendigerweise veränderte.
Dieses Buch zeigt, wie sich die eine Meinung in die andere verwandelte, und erklärt die Schwierigkeiten und Spannungen, die hinter Newmans Versuch standen, eine von Natur aus konservative Institution davon zu überzeugen, sich der Realität zu stellen. Auf diese Weise beleuchtet es einen wesentlichen Aspekt des Einzugs einer ausgeprägten historischen Sensibilität in das europäische Denken.