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Virtual Activism: Sexuality, the Internet, and a Social Movement in Singapore
In Virtueller Aktivismus: Sexuality, the Internet, and a Social Movement in Singapore (Sexualität, das Internet und eine soziale Bewegung in Singapur) liefert der Kulturanthropologe Robert Phillips eine detaillierte und dennoch leicht zugängliche ethnografische Fallstudie, die sich mit den Veränderungen im LGBT-Aktivismus in Singapur im Zeitraum 1993-2019 befasst.
Auf der Grundlage umfangreicher Feldforschung mit Aktivistenorganisationen und Einzelpersonen veranschaulicht Phillips wichtige theoretische Ideen - darunter illiberale Pragmatik und neoliberale Homonormativität -, die in Kombination mit der Einführung des Internets die Art und Weise geprägt haben, wie LGBT-Singapuraner ihre Rechte formulieren und anschließend einfordern. Phillips argumentiert, dass der Aktivismus von LGBT-Singapurern für staatliche und gesellschaftliche Anerkennung in vielerlei Hinsicht virtuell ist.
Seine Analyse dokumentiert, wie die Aktionen der Aktivisten zu einigen bemerkenswerten Veränderungen im Leben der LGBT-Singapuraner geführt haben, aber nichts so Großes, wie einige gehofft hatten, und verweist damit auf den nicht ganz so großen Aspekt des Virtuellen. Virtual Activism zeigt jedoch auch, wie diese Aktionen die LGBT-Singapuraner ermutigt haben, noch härter für ihre Rechte zu kämpfen, und damit die Möglichkeiten aufzeigen, die das Virtuelle bietet.