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Virulent Zones: Animal Disease and Global Health at China's Pandemic Epicenter
Wissenschaftler haben Südchina als wahrscheinliches Epizentrum für virale Pandemien ausgemacht, einen Ort, an dem neue Viren aus intensiv bewirtschafteten Landschaften und aus der Interaktion zwischen Mensch und Tier entstehen.
In Virulent Zones dokumentiert Lyle Fearnley die weltweiten Pläne, die nächste Grippepandemie an der Quelle zu stoppen, und begleitet Virologen und Tierärzte auf der Suche nach tödlichen Viren an Chinas größtem Süßwassersee, dem Poyang See. Er zeigt auf, wie wissenschaftliche Forschung und die Arbeit von Experten außerhalb des Labors ablaufen, und dass die Suche nach den Ursprüngen weniger ein linearer Prozess der Entdeckung als vielmehr eine ständige Verschiebung hin zu neuen Fragen nach Ursachen und Zusammenhängen ist.
Während Wissenschaftler sich bemühen, die Umgebungen zu verstehen, aus denen das Influenzavirus hervorgeht, verunsichern die unerwarteten Ausmaße von Entenzuchtsystemen und ungewöhnliche Praktiken wie die Zucht von Wildgänsen die Forschungsobjekte, drängen die wissenschaftliche Untersuchung in neue Richtungen und stellen die Autorität von Experten in Frage. Auf der Grundlage von Feldforschungen mit Wissenschaftlern des globalen Gesundheitswesens, staatlich angestellten Tierärzten und Geflügelzüchtern in Peking und am Poyang-See verortet Fearnley die Produktion ökologischer Fakten über die Entstehung von Krankheiten in den sich verändernden kulturellen Landschaften des landwirtschaftlichen Wandels und der Geopolitik der globalen Gesundheit.