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Visionaries - Arendt, Beauvoir, Rand, Weil and the Salvation of Philosophy
Wir schreiben das Jahr 1933. Hannah Arendt flieht aus Berlin und sucht Zuflucht bei den Staatenlosen, die sich in Paris versammeln.
Simone de Beauvoir stellt sich in einem Café in Rouen den Tanz zwischen dem Bewusstsein und der Außenwelt neu vor. Ayn Rand arbeitet im Hollywood-Exil an dem Roman, von dem sie glaubt, dass er die Flamme der Freiheit in ihrer Wahlheimat neu entfachen wird. Simone Weil, die vom Verlauf der Revolution in Russland enttäuscht ist, widmet ihr ganzes Leben dem Schicksal der Unterdrückten.
Im nächsten Jahrzehnt, einem der dunkelsten in der Geschichte Europas, werden diese vier Philosophinnen parallel Ideen entwickeln, die in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts um den Globus kreisen und ihn umgestalten werden. The Visionaries folgt den Spuren seiner Protagonisten von Leningrad nach New York, von Spanien im Bürgerkrieg nach Frankreich unter der Besatzung, während jeder von ihnen durch den Aufstieg des Totalitarismus entwurzelt wird.
Er zeigt sie als Frauen, Flüchtlinge, Aktivistinnen, Widerstandskämpferinnen - vor allem aber als Denkerinnen, die sich den Ungerechtigkeiten, der Unfreiheit und der unfassbaren Gewalt ihrer Zeit stellen. Wolfram Eilenberger destilliert gekonnt die radikalen Philosophien, die beide lebten und schufen, und zeigt, dass beide Teil derselben Geschichte sind, die von der erlösenden Kraft des Denkens zeugt.