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Visual Occupations: Violence and Visibility in a Conflict Zone
In Visual Occupations zeigt Gil Z.
Hochberg, wie die israelische Besatzung Palästinas durch den ungleichen Zugang zu visuellen Rechten vorangetrieben wird, d. h.
das Recht zu kontrollieren, was, wie und von welcher Position aus gesehen werden kann. Israel hält dieses ungleiche Gleichgewicht aufrecht, indem es die Geschichte auslöscht und die Existenz der Palästinenser leugnet und seine eigene Militarisierung sorgfältig verbirgt. Die israelische Überwachung der Palästinenser in Verbindung mit dem militarisierten Blick israelischer Soldaten an Orten wie den Kontrollpunkten am Straßenrand dienen ebenfalls als Mittel der Dominanz.
Hochberg analysiert verschiedene Werke palästinensischer und israelischer Künstler, darunter Elia Suleiman, Rula Halawani, Sharif Waked, Ari Folman und Larry Abramson, deren Filme, Kunst und Fotografien die Ungerechtigkeit der visuellen Rechte in Frage stellen, indem sie die vorherrschenden Darstellungsweisen des Konflikts verändern, in Frage stellen und manipulieren. Die Schaffung neuer Sehweisen durch diese Künstler - wie die Weigerung palästinensischer Filmemacher und Fotografen, palästinensisches Leiden zu zeigen, oder die Entlarvung der staatlich manipulierten israelischen Blindheit durch israelische Künstler - bietet einen entscheidenden Ansatzpunkt, so Hochberg, um Israels militarisierte Dominanz und politische Unterdrückung der Palästinenser zu überwinden und rückgängig zu machen.