Bewertung:

Das Buch „Shot From The Sky“ von Cathryn J. Prince befasst sich mit der Internierung von über 1.700 amerikanischen Fliegern in der neutralen Schweiz während des Zweiten Weltkriegs. Obwohl es einen gut recherchierten und detaillierten Bericht über die Erfahrungen dieser Kriegsgefangenen liefert, hat es gemischte Kritiken erhalten, da es als voreingenommen und unorganisiert in der Darstellung empfunden wird. Einige Leserinnen und Leser schätzen die einzigartige historische Perspektive, während andere die einseitige Darstellung der Schweizer Aktionen während des Krieges durch den Autor kritisieren.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und informativ
⬤ bietet eine einzigartige und wichtige Perspektive auf die Behandlung amerikanischer Flieger in der Schweiz
⬤ gründliche Recherche und Dokumentation
⬤ enthält Augenzeugenberichte und verschiedene historische Kontexte
⬤ fesselnd für Geschichtsinteressierte.
⬤ Kritisiert wegen vermeintlicher Voreingenommenheit gegenüber der Schweiz und mangelnder Ausgewogenheit
⬤ einige Rezensionen bemängeln die Unordnung im Text
⬤ Einwände gegen die Darstellung der Schweizer Neutralität durch den Autor
⬤ einige meinen, das Buch übersehe positive Aspekte der Schweizer Aktionen während des Krieges.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
Shot from the Sky: American POWs in Switzerland
Shot from the Sky, jetzt als Taschenbuch erhältlich, deckt eines der großen, dunklen Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs auf: Die neutrale Schweiz schoss US-Flugzeuge ab, die in den Schweizer Luftraum eindrangen, und sperrte die Überlebenden in Internierungslagern ein, in denen zwischen 1943 und dem Kriegsende mehr als tausend amerikanische Flieger festgehalten wurden. Während die Bedingungen in den Lagern für die Internierten, die die Befehle ihrer Entführer befolgten, angemessen und menschenwürdig waren, sah es für diejenigen, die versuchten zu fliehen, ganz anders aus.
Sie wurden in speziellen Strafgefangenenlagern unter Bedingungen festgehalten, die denen in einigen Kriegsgefangenenlagern in Nazideutschland in nichts nachstanden. Ironischerweise galten die Genfer Abkommen zu dieser Zeit nicht für Gefangene in neutralen Ländern, so dass keine bessere Behandlung gefordert werden konnte. Als der Krieg in Europa zu Ende ging, lagen einundsechzig Amerikaner auf einem kleinen Dorffriedhof bei Bern begraben.
Cathryn J. Prince bringt Details dieser wenig bekannten Episode ans Licht, indem sie die Ereignisse beschreibt und die Rechtfertigung der Schweizer für ihre Politik untersucht.
Sie zeigt auf, dass die Schweiz zwar behauptete, das Völkerrecht einzuhalten, dieses aber auf grob ungerechte Weise anwandte. Keine deutschen Flieger wurden interniert, und die Nazi-Flugzeuge durften auf Schweizer Flugplätzen auftanken.
Die Autorin stützt sich auf Erfahrungsberichte und unveröffentlichte Quellen, darunter Interviews mit Augenzeugen und überlebenden amerikanischen Gefangenen, sowie auf Dokumente der Schweizer Regierung und der U.S. Air Force.