Bewertung:

Das Buch ist eine eindrucksvolle und gut recherchierte Darstellung der Geschichte des Foundling Hospital in London, die sich auf das Leben der Waisenkinder und die gesellschaftlichen Herausforderungen konzentriert, denen sie ausgesetzt waren. Es wird gelobt für seinen fesselnden Erzählstil, die mitreißende Geschichte und die tiefen historischen Einblicke, obwohl es ein anspruchsvolles Thema darstellt, das für manche Leser schwierig sein könnte.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung
⬤ Hervorragende historische Recherche
⬤ Fesselnd und zugänglich
⬤ Gibt Einblick in die Motive der georgischen Wohltätigkeit
⬤ Erweckt Empathie für die Not der Findelkinder
⬤ Bietet einen einzigartigen Blick auf die Ursprünge der Sozialfürsorge
⬤ Enthält detaillierte Anmerkungen und Quellen
⬤ Visuell ansprechend mit relevanten Illustrationen.
⬤ Das Thema ist oft hart und herzzerreißend
⬤ einige Leser könnten es düster finden
⬤ keine leichte Lektüre
⬤ das emotionale Gewicht des Buches könnte für einige eine Herausforderung sein.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Orphans of Empire: The Fate of London's Foundlings
Im London des achtzehnten Jahrhunderts wimmelte es von Menschen, und Armut war nie weit von Höflichkeit entfernt. Die Legende besagt, dass Kapitän Thomas Coram auf seinem täglichen Weg durch die überfüllte Metropole Zeuge eines der schockierendsten Anblicke der Stadt wurde - der weit verbreiteten Aussetzung von Kinderleichen am Straßenrand. Er hätte einfach vorbeigehen können. Stattdessen fasste er den Plan, eine Wohltätigkeitsorganisation zu gründen, die sich um diese Säuglinge kümmern sollte.
Ein Plan, der in den nächsten zweihundert Jahren enorme Auswirkungen auf die in Armut geborenen Kinder in Großbritannien haben sollte.
Orphans of Empire erzählt die Geschichte der Tausenden von Kindern, die im Londoner Foundling Hospital aufwuchsen, Corams geistigem Kind, das 1741 eröffnet wurde und sich zur berühmtesten Wohltätigkeitseinrichtung im georgianischen England entwickelte. Es bietet einen lebendigen Einblick in das Leben und Schicksal der ärmsten Kinder Londons, von den Anfängen des Foundling Hospital bis in die Mitte des viktorianischen Zeitalters, als Charles Dickens durch seine Beobachtungen der Arbeit der Wohltätigkeitsorganisation dazu bewegt wurde, sich für die Waisenkinder einzusetzen. Durch das Leben der Londoner Findelkinder bietet dieses Buch den Lesern einen Einblick in die breitere globale Geschichte einer Periode monumentaler Veränderungen in der britischen Geschichte, als die Nation zur führenden Supermacht der Welt aufstieg. Einige Findelkinder waren für Großbritanniens "outer Empire" in Übersee bestimmt, aber viele andere schufteten im "inner Empire" in den Baumwollspinnereien und Fabriken Nordenglands zu Beginn des neuen Industriezeitalters.
Durch umfangreiche Archivrecherchen deckt Helen Berry bisher unbekannte Geschichten ehemaliger Findelkinder auf, einschließlich der Leiden und kleinen Triumphe, die sie als Kinderarbeiter während der Umwälzungen der industriellen Revolution erlebten. Manchmal tauchen die Stimmen der Kinder selbst auf, indem sie viele verschiedene Fragmente von Beweisen verwenden. Auszüge aus der Autobiografie von George King, dem einzigen erhaltenen Bericht eines im 18. Jahrhundert geborenen Kindes des Foundling Hospital, der hier zum ersten Mal veröffentlicht wird, geben berührende Einblicke in die Art und Weise, wie er mit seinem Aufwachsen zurechtkam. Bemerkenswerterweise spielte er eine Rolle in Trafalgar, einer der berühmtesten Schlachten der britischen Marinegeschichte. Sein persönlicher Mut und sein Durchhaltevermögen bei der Überwindung der Nachteile seiner Herkunft sind ein bleibendes Zeugnis für die Stärke des menschlichen Geistes.