
Walter Besant: The Business of Literature and the Pleasures of Reform
In den 1880er und 1890er Jahren war Walter Besant einer der meistgelobten lebenden Romanautoren Großbritanniens.
Wie viele populäre Schriftsteller dieser Zeit litt auch Besant unter der jahrelangen Vernachlässigung durch die Kritik. Doch seine zentrale Stellung in der viktorianischen Gesellschaft und Kultur sorgte für ein Wiederaufleben des Interesses.
Während Literaturkritiker nun die mehr als vierzig belletristischen Werke, die er geschrieben oder mitverfasst hat, im Rahmen einer allgemeinen Neubewertung der viktorianischen Populärliteratur wiederentdecken, haben Rechtswissenschaftler argumentiert, dass Besant durch sein Eintreten für eine Reform des Urheberrechts eine entscheidende Rolle bei der Konsolidierung der Vorstellung von literarischem Eigentum als exklusivem Besitz des individuellen Geistes gespielt hat. Historiker haben ihrerseits kürzlich gezeigt, wie Besant als prominente Philanthropin, die sich für die kulturelle Belebung verarmter Gebiete im Osten und Süden Londons einsetzte, die spätviktorianischen Sozialreformen vorantrieb. Der wachsende Korpus an Arbeiten über Besant hat sich jedoch weitgehend auf die Bereiche der Autorschaft und des Aktivismus beschränkt.
Aktivismus, die er als zusammenhängend betrachtete, begrifflich getrennt. Walter Besant analysiert das sich gegenseitig bedingende Zusammenspiel von Philanthropie und Professionalisierung der Autorschaft in Besants Karriere: The Business of Literature and the Pleasures of Reform (Das Geschäft mit der Literatur und die Freuden der Reform) ihre fundamentale Verflechtung im Leben und Werk dieses viktorianischen intellektuellen Universalgelehrten heraus.