Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Heat and Alterity in Contemporary Dance: South-South Choreographies
In diesem Buch wird argumentiert, dass der zeitgenössische Tanz, von dem man annimmt, dass er eine globale Zugehörigkeit hat, durch euro-weiße Konstruktionen von Risiko und Währung beeinträchtigt wird, die in seinem Kern verbleiben. Das Buch stellt den zeitgenössischen Tanz entlang einer „Süd-Süd“-Achse neu vor, als eine polyzentrische, gerechtigkeitsorientierte, ästhetisch-zeitliche Kategorie mit einem intersektionalen Verständnis von Differenz als zentralem Organisationsprinzip.
Indem es Alterität und Wärme, die auf verschiedenen Wegen entstehen, in den Mittelpunkt stellt, rückt es die Arbeit von Künstlern aus dem Süden in den Vordergrund, die sich gegen Konstruktionen der „Tradition“ und weiß-zentrierte ästhetische Imperative wehren, um ihr choreografisches Instrumentarium neu zu erfinden und auf dringende Fragen ihrer Zeit zu antworten. Indem die Begründung für eine andere „globale Bühne“ neu formuliert wird, erweitert sich der Blick darauf, wie das Tanzschaffen sowohl aktuelle kontextuelle Ungleichheiten und umfassendere Beziehungen sozialer, wirtschaftlicher, politischer und kultureller Macht aufzeigt als auch zukünftige Dimensionen der Gerechtigkeit einleitet.
Ausgezeichnet mit dem Oscar G. Brockett-Preis für Tanzforschung 2022.