Bewertung:

Das Buch bietet einen informativen und umfassenden Einblick in die Geschichte und die komplexen Zusammenhänge von Selma, wobei die polarisierende Politik und die Persönlichkeiten der Stadt durch umfangreiche Recherchen und Interviews offengelegt werden. Die Leser berichten, dass sie eine Reihe von Emotionen empfinden, wenn sie sich mit den dargestellten Erzählungen verbinden.
Vorteile:Informativ, umfassend, gut recherchiert, präsentiert mehrere Perspektiven, ruft tiefe Emotionen und Nachdenken hervor, von den Lesern sehr empfohlen.
Nachteile:In den Rezensionen wurden keine spezifischen Nachteile genannt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Why the Vote Wasn't Enough for Selma
In Why the Vote Wasn't Enough for Selma (Warum das Wahlrecht für Selma nicht ausreichte) schreibt Karlyn Forner die berühmte Geschichte von Selma neu, um zu erklären, warum der Erhalt des Wahlrechts keine wirtschaftliche Gerechtigkeit für die Afroamerikaner im Black Belt von Alabama mit sich brachte.
Anhand zahlreicher Quellen zeigt Forner, wie das Wahlrecht die jahrzehntelange systematische Entrechtung und ungleiche Investitionen in afroamerikanische Gemeinden nicht ausgleichen konnte. Forner kontextualisiert Selma als einen Ort, nicht als einen Moment innerhalb der Bürgerrechtsbewegung - einen Ort, an dem sich der Kampf der schwarzen Bürger um die volle Staatsbürgerschaft parallel zu einer Umstellung der Landwirtschaft vom Baumwollanbau auf die Viehzucht, zur Umsetzung der staatlichen Desinvestitionspolitik und zur wirtschaftlichen Globalisierung entfaltete.
Am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts war das gefeierte politische Erbe von Selma Welten entfernt von den düsteren wirtschaftlichen Realitäten der Region. Forner zeigt, dass das Wahlrecht nur ein Teil der Geschichte des Freiheitskampfes der Schwarzen ist und dass wirtschaftliche Gerechtigkeit für die Erlangung der vollen Bürgerrechte von zentraler Bedeutung ist.