Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 5 Stimmen.
Why Literary Periods Mattered: Historical Contrast and the Prestige of English Studies
Mitte des 19.
Jahrhunderts begann man, das Studium der englischen Literatur in Kurse zu unterteilen, die einzelne Epochen untersuchten. Seit dieser Zeit haben sich die Definitionen von Literatur und die Gründe für ihre Vermittlung radikal verändert.
Aber die periodisierte Struktur des Lehrplans ist seltsam unerschüttert geblieben, als ob die Übung, eine literarische Periode mit einer anderen zu vergleichen, eine Bedeutung hätte, die über den Inhalt jedes einzelnen Kurses hinausgeht. Why Literary Periods Mattered erklärt, wie der historische Kontrast zum zentralen Element der Literaturwissenschaft wurde und warum er trotz der kritischen Kontroverse über die Literatur selbst institutionell zentral blieb. Die Ausrichtung der Literaturgeschichte auf Kontraste und nicht auf kausale Kontinuität half den Literaturfakultäten, sich von den Geschichtsfakultäten abzugrenzen.
Doch das lange Vertrauen der Kritiker in eine Rhetorik der kontrastreichen Bewegungen und schicksalhaften Wendungen hat zu erheblichen blinden Flecken in der Disziplin geführt. Im einundzwanzigsten Jahrhundert, so Underwood, braucht die Literaturwissenschaft möglicherweise vor allem die digitale Technologie, um neue Methoden zu entwickeln, mit denen sie über allmähliche, kontinuierliche Veränderungen nachdenken kann.