Bewertung:

Das Buch „Why They Can't Write“ von John Warner ist ein umfassender Leitfaden, der den traditionellen Schreibunterricht kritisiert und für einen authentischeren und sinnvolleren Ansatz im Schreibunterricht plädiert. Warner kombiniert persönliche Anekdoten, praktische Übungen und eine kritische Analyse des Bildungssystems, um Pädagogen dabei zu helfen, die Herausforderungen zu verstehen, mit denen Schüler konfrontiert sind, und wie man ihnen begegnen kann.
Vorteile:⬤ Gut strukturierte und aufschlussreiche Kritik an traditionellen Schreibprogrammen.
⬤ Bietet praktische Schreibübungen und Strategien, die die Stimme und das Engagement der Schüler fördern.
⬤ Basiert auf der umfangreichen Erfahrung des Autors als Schreibtrainer.
⬤ Stellt die üblichen pädagogischen Praktiken in Frage, insbesondere in Bezug auf standardisierte Tests und den Fünf-Parameter-Aufsatz.
⬤ Leicht zu lesen mit nachvollziehbaren Beispielen und persönlichen Anekdoten.
⬤ Bietet evidenzbasierte Vorschläge zur Verbesserung des Schreibunterrichts.
⬤ Einige Leser finden den Schreibstil etwas uninteressant oder lehrbuchartig.
⬤ Diskussionen über den Verzicht auf bestimmte Konzepte, wie z. B. Forschungsprojekte, könnten einigen Pädagogen unrealistisch erscheinen.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass nicht alle vorgeschlagenen Ideen mit bestimmten Lehrmethoden übereinstimmen, wie z. B. dem Scaffolding.
⬤ Einige Argumente könnten als zu vereinfacht oder als Strohmann-Fehlschlüsse angesehen werden.
(basierend auf 37 Leserbewertungen)
Why They Can't Write: Killing the Five-Paragraph Essay and Other Necessities
Es scheint weitgehende Einigkeit darüber zu herrschen, dass wir uns - was die Schreibfähigkeiten von Hochschulstudenten betrifft - mitten in einer Krise befinden. In Why They Can't Write argumentiert John Warner, der zwei Jahrzehnte lang das Schreiben auf College-Ebene unterrichtete, dass das Problem nicht durch einen Mangel an Strenge oder Smartphones oder einen generationsbedingten Charakterfehler verursacht wird. Er behauptet vielmehr, dass wir das Schreiben falsch lehren.
Warner macht dafür die jahrzehntelangen Bildungsreformen verantwortlich, die auf Standardisierung, Bewertung und Rechenschaftspflicht ausgerichtet sind. Wir haben, so Warner, nichts weiter getan, als die Schüler darauf zu konditionieren, "schreibbezogene Simulationen" durchzuführen, die zwar eine vorübergehende Prüfung bestehen, aber wenig dazu beitragen, dass die Schüler ihre Schreibfähigkeiten entwickeln. Diese Art des Unterrichts hat die Schüler passiv und uninteressiert gemacht. Schlimmer noch, er hat sie nicht auf das Schreiben im College-Klassenzimmer vorbereitet. Anstatt Entscheidungen zu treffen und kritisch zu denken, wie es Schriftsteller tun müssen, befolgen die Studenten einfach die Regeln - wie z. B. den Fünf-Absatz-Aufsatz -, die ihnen helfen sollen, diese anspruchsvollen Prüfungen zu bestehen.
In Why They Can't Write hat Warner sowohl eine Diagnose für das, was uns kränkt, als auch einen Plan zur Behebung eines kaputten Systems erstellt. Durch die Kombination aktueller Erkenntnisse darüber, was beim Lehren und Lernen funktioniert, mit den beständigsten Philosophien der klassischen Pädagogik fordert dieses Buch die Leser auf, die Fähigkeiten, die Einstellungen, das Wissen und die Denkgewohnheiten starker Schriftsteller zu entwickeln.