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What's Wrong with the United Nations and How to Fix It
Sieben Jahrzehnte nach ihrer Gründung befinden sich die Vereinten Nationen und das System der mit ihnen verbundenen Organisationen und Programme in einer ständigen Krise. Während die Weltkriege des 20.
Jahrhunderts in den Jahren 1919 und 1945 zu bahnbrechenden Bemühungen um eine internationale Organisation führten, sind die heutigen Vereinten Nationen schlecht gerüstet, um mit den aktuellen Herausforderungen der Weltordnung umzugehen. Weder das Ende des Kalten Krieges noch die Folgen von 9/11 haben zu einer "nächsten Generation" multilateraler Institutionen geführt. Doch was genau stimmt mit den Vereinten Nationen nicht, so dass sie nicht in der Lage sind, die globalen Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen, und, was noch wichtiger ist, können wir sie reparieren?
In dieser überarbeiteten und aktualisierten dritten Auflage seines beliebten Textes geht der führende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Global Governance, Thomas G. Weiss, die der Weltorganisation innewohnenden Schwierigkeiten mit einem Diagnose- und Heilungsansatz an.
In der ersten Hälfte des Buches befasst er sich mit den Problemen der internationalen Führung und Entscheidungsfindung in einer Welt von eigennützigen Staaten, den diplomatischen Komplikationen, die durch die künstliche Trennung zwischen dem industrialisierten Norden und dem globalen Süden verursacht werden, den strukturellen Problemen bei der Verwaltung der vielen sich überschneidenden Zuständigkeitsbereiche, Agenturen und Gremien der UNO sowie den Herausforderungen von Bürokratie und Führung. In der zweiten Hälfte wird aufgezeigt, wie diese Krankheiten gemildert werden können, und es wird der Weg zu einer Welt aufgezeigt, in der die institutionellen Übel der UNO "geheilt" werden könnten.
Weiss' Lösungsansätze basieren nicht auf der frommen Hoffnung auf ein Wundermittel für die UNO, sondern auf konkreten und ermutigenden Beispielen, die nachgeahmt werden könnten. Mit wohlüberlegtem Optimismus und im Gegensatz zur landläufigen Meinung vertritt er die Ansicht, dass ein substanzieller Wandel sowohl plausibel als auch möglich ist.