Bewertung:

Die Rezensionen des Buches unterstreichen die tiefe Besorgnis über Amerikas Waffenkultur und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. Der Autor, Dr. Metzl, versucht, die komplexen Zusammenhänge hinter der Waffengewalt zu entschlüsseln, indem er Themen wie Rassismus, gescheiterte politische Maßnahmen und Interventionen des öffentlichen Gesundheitswesens anspricht. Die Erzählung wird als gut informiert und realistisch wahrgenommen, hinterlässt aber auch ein Gefühl der Betäubung und Hoffnungslosigkeit, was die Fähigkeit des Landes angeht, wirksam gegen Waffengewalt vorzugehen.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und vermittelt ein umfassendes Verständnis der Waffengewalt in Amerika. Es zeigt erfolgreich verschiedene Faktoren auf, die zu diesem Problem beitragen, wie z. B. eine verfehlte Politik, kulturelle Einflüsse und die Manipulation durch politische Instanzen. Die Leser schätzen die realistische Darstellung des Waffenproblems und finden die Erkenntnisse wertvoll, um die Komplexität der Situation zu verstehen.
Nachteile:Das Buch wird oft als deprimierend beschrieben und hinterlässt bei den Lesern ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, was die Möglichkeit von Veränderungen angeht. Einige sind der Meinung, dass das Buch eine ernüchternde Realität vermittelt, ohne Hoffnung auf Lösungen zu bieten, und dass die amerikanische Waffenkultur fest verwurzelt und resistent gegen Veränderungen sein könnte.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
What We've Become: Living and Dying in a Country of Arms
Als ein nackter, psychisch kranker weißer Mann mit einer AR-15 vier junge Erwachsene farbiger Herkunft in einem Waffle House tötete, setzte sich der in Nashville ansässige Arzt und Gelehrte für Waffenpolitik, Dr. Jonathan M. Metzl, erneut für eine vernünftige Waffenreform ein. Doch als er die Beweise rund um die rassistisch motivierte Massenschießerei untersuchte, kam eine schockierende Frage auf: War der gesundheitspolitische Ansatz, für den er sich jahrelang eingesetzt hatte, völlig falsch?
Metzl, der lange Zeit an der Spitze einer Bewegung stand, die sich für eine Waffenreform im Sinne der öffentlichen Gesundheit einsetzte, war nach tödlichen Schießereien ständig in den Medien zu sehen. Doch die Morde von Nashville im Jahr 2018 brachten ihn dazu, die Grenzen biomedizinischer Ansätze für eine vollständige Diagnose oder Behandlung der leidenschaftlichen Komplexität der amerikanischen Waffenpolitik zu erkennen. Er erkannte, dass die öffentliche Gesundheit in einer Nation, die sich grundlegend darüber uneinig ist, was es bedeutet, sicher, gesund oder frei zu sein, ein schwieriges Geschäft ist.
In What We've Become rechnet Metzl sowohl mit der langen Geschichte des Misstrauens gegenüber der öffentlichen Gesundheit als auch mit den größeren Kräften - sozialen, ideologischen, historischen, rassischen und politischen - ab, die es ermöglichen, dass Massenerschießungen in Amerika fast täglich stattfinden. Er betrachtet den Kreislauf, in dem Massenerschießungen zu Schock, Entsetzen, Aufrufen zum Handeln und schließlich zu politischem Stillstand führen, und untersucht, was mit der Seele einer Nation - und der Bedeutung von Sicherheit und Gemeinschaft - geschieht, wenn wir Gewalt als akzeptablen Kompromiss für Freiheit normalisieren. Massenerschießungen und unsere Unfähigkeit, sie zu stoppen, sind zu mehr als nur schrecklichen Verbrechen geworden: Sie sind eine nationale amerikanische Autobiografie.
Diese brillante, scharfe Analyse zeigt, dass Massenerschießungen ein Symptom für unsere ungelösten nationalen Konflikte sind. What We've Become bringt uns schließlich auf den Weg der Bündnisbildung, der rassistischen Abrechnung und der politischen Machtvermittlung, den wir einschlagen müssen, um die Dinge in Ordnung zu bringen.