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When the Dead Rise: Narratives of the Revenant, from the Middle Ages to the Present Day
Ein Überblick über das Motiv des Wiedergängers, der zeigt, wie mittelalterliche Themen und Motive bis heute fortbestehen.
Die Verbreitung von Büchern und Filmen über „Untote“, die buchstäblich aus dem Grab zurückkehren, ist in der modernen Populärkultur als ein Phänomen der jüngsten Zeit kommentiert worden, aber in Wirklichkeit handelt es sich um eine Erzähltradition, die mehr als ein Jahrtausend zurückreicht. Sie stützte sich auf die christliche Eschatologie und wurde von ihr beeinflusst, gewann in mittelalterlichen kirchlichen Chroniken wie denen des Caesarius von Heisterbach an Bedeutung und fand dann Eingang in die phantasievolle Literatur - berühmt ist John Lydgates Totentanz - und die Kunst. Doch warum übten Geschichten und Bilder von Wiedergängern im Mittelalter eine solche Faszination aus? Und warum hat diese Faszination bis in die heutige Zeit angehalten?
Dieses Buch bietet eine Geschichte dieser Wiedergänger-Erzählungen, zeigt, wie der moderne Horror von der Literatur der Vergangenheit heimgesucht wird, und erforscht das Motiv der auferstandenen Toten als Brennpunkt kultureller Ängste und literarischer Bemühungen. Der Autor untersucht den langen Bogen der Wiedergänger-Erzählungen von der Antike und dem Mittelalter über die Reformation bis in die Moderne, spürt ihre unheimlichen Ähnlichkeiten auf und legt die reichen Traditionen in Bezug auf Erzählung, Thema, Motiv, übernatürlichen Glauben und eschatologische Ängste und Befürchtungen offen.